Diözesane Förderung von Familienzentren in 2020

Nach den Fördertranchen  im Jahr 2017 und 2018 besteht aufgrund der Haushaltsbeschlüsse in der Diözese auch im Jahr 2020 die Möglichkeit einer Antragsstellung zur diözesanen Förderung von Familienzentren.

Familienzentren in der Diözese zeichnen sich dadurch aus, dass unterschiedliche fachliche Perspektiven und Fähigkeiten zugunsten der Familien gebündelt und miteinander vernetzt werden. Seit der Modellförderung 2011-2015  ist deshalb die verbindliche Zusammenarbeit zwischen der Kirchengemeinde (Familienpastoral), der Caritas (Familienberatung) und der keb (Familienbildung) eine bewährte und unverzichtbare Grundvoraussetzung und ein wichtiger Beitrag zu einer erkennbaren Profilbildung für Familienzentren in der Diözese geworden. Ein wichtiges Instrument sind dabei die Mindestanforderungen an Familienzentren in der Diözese. Die wenigen Mindestanforderungen bewirken ein erkennbares Profil und eröffnen zugleich einen weiten Spielraum, die Entwicklungen von Familienzentren in einem lebendigen Bezug zu den Herausforderungen des jeweiligen Sozialraums im Rahmen von „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ zu gestalten.

Eckpunkte für die Regelförderung ab dem Kindergartenjahr 2020/2021

  • Antragsberechtigt sind alle katholischen Träger von Kindertagesstätten bzw. Familienzentren in der Diözese, die am Standort bereits den gesetzlichen Förderauftrag einer Kindertagesstätte zur Bildung, Betreuung und Erziehung des Kindes leisten und mit der bischöflichen Aufsicht verbunden sind. Dabei ist auch Voraussetzung, dass sich die katholischen Rechtsträger, die nicht in diözesaner Zuständigkeit stehen, zur Anwendung der diözesanen Präventionsordnung oder der jeweiligen diözesanen Präventionsregelungen verpflichtet haben und im Rahmen der regelmäßigen Aufsicht über die Umsetzung berichten.
  • Das Bewilligungsverfahren erfolgt auf der Basis einer Selbstbewertung bezüglich der Entwicklung des Familienzentrums, die durch ein Audit ergänzt wird. Die Kriterien für die Selbstbewertung und das Audit wurden aus der Rahmenkonzeption „Familie im Zentrum – Familienzentrum“ und den Mindestanforderungen und Musterprozessen abgeleitet und werden in einem Formular zur Selbstbewertung zur Verfügung gestellt.
  • Die Regelförderung ist auf 20.000,- € pro Jahr und Einrichtung für die jeweils definierte Laufzeit begrenzt.
  • Die Entscheidungen werden von einem Vergabeausschuss getroffen, der aus Vertreter*innen der Diözesankonferenz Familienzentren und des Diözesanrats besteht.
  • In einem Rhythmus von drei Jahren wird überprüft, ob die Bewilligung zur Regelförderung verlängert wird. Vorbehaltlich zukünftiger Haushaltsbeschlüsse ist die Grundlage für die Verlängerung wiederum eine mit einem Audit validierte Selbstbewertung.

Informationsveranstaltung

Insbesondere Trägervertreter können sich auf der Informationsveranstaltung „Der Einstieg in die Regelförderung – Information und Austausch“ am

16.01.2020, 10:00 bis 13:00 Uhr im Bischof-Leiprecht-Zentrum 
in 70597 Stuttgart, Jahnstraße 30, Raum 202/2013

zum Förderverfahren informieren. Die Ausschreibung zu der Veranstaltung haben wir im Downloadbereich hinterlegt *klick*.

Antragsverfahren

Auf dieser Seite finden Sie die Broschüre „Profil eröffnet Vielfalt – von der Modellförderung zur Regelförderung“ sowie sämtliche Antragsformulare. Die Broschüre macht den Zusammenhang zwischen den Mindestanforderungen, der geforderten Selbstbewertung und dem Audit transparent und beschreibt detailliert die einzelnen Schritte des Antragsverfahrens

Wichtige Termine und Fristen des Antragsverfahrens

  • Gefördert wird ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 (01.Oktober 2020)
  • Bis zum 13. März 2020 muss der vollständige Antrag (Antragsformular und Selbstbewertung) eingegangen sein.
  • Für die Schulung der Auditor*innen werden zwei Termine zur Auswahl angeboten: 16. März 2020, 13:30 bis 16:30 Uhr und 26. März 2020 ,10:00 bis 13:00 Uhr, Bischof-Leiprecht-Zentrum, Stuttgart. 
  • Es ist geplant, dass die Selbstbewertungen nach Absprache mit dem jeweiligen Träger im Zeitraum vom 14. April  bis 26. Mai 2020 auditiert werden.
  • Danach erhalten die antragsstellenden Träger den Auditbericht und können ihre Entscheidungen ggf. überprüfen bzw. ihren Antrag ergänzen. Der späteste Eingang eventueller Antragsergänzungen ist der 22. Juni 2020.
  • Bis Anfang August 2020 sind die Anträge entschieden und die Bescheide zugestellt.

Für die Mittelzuwendung gelten die Allgemeinen Bewilligungsbedingungen für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Diözesanhaushalt und dem Ausgleichsstock für die Kirchengemeinden vom 23. Januar 1973 (KABL. 1973, S. 230ff.)