Aktuelles

Hauptabteilung IX: Schulen

20.07.2017: Verleihung der Missio Canonica (Markelsheim.)

Die Kirche braucht engagierte Menschen – Zeuginnen und Zeugen des Glaubens,

gab Bischof  Dr. Gebhard Fürst Religionslehrerinnen und Religionslehrern mit auf den Weg.

Bischof  Fürst verlieh in diesem Jahr 268 neuen Religionslehrerinnen und Religionslehrern die kirchliche Lehrbefugnis, Missio canonica. Vielen von ihnen überreichte Bischof Fürst die Urkunden persönlich während eines Festgottesdienstes in der Kirche St. Kilian in Markelsheim.

Die Verleihung der Missio canonica sei viel mehr als ein bürokratischer Akt, eine notwendige Genehmigung, betonte Bischof Fürst bei der Feier in Markelsheim.

Weiter betonte der Bischof , dass das Geheimnis des Evangeliums  nicht von Zertifikaten lebt sondern vom persönlichen Zeugnis, das mit der ganzen Person, dem ganzen Sein und Leben verbunden ist.










17.06.2017: Mit der Missio Canonica zum Religionsunterricht beauftragt

Weitere 268 Lehrerinnen und Lehrer werden künftig im Auftrag des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, katholischen Religionsunterricht erteilen.
Die Frauen und Männer reihen sich ein in die über 5.800 Religionslehrerinnen und -lehrer in der Diözese. Weihbischof Thomas Maria Renz überreichte  am 9.7. in einem feierlichen Gottesdienst 120 Lehrerinnen und Lehrern die Urkunden. Bischof Dr. Gebhard Fürst  wird am  Sonntag, 16. Juli 2017, 10:00 Uhr in der Kirche St. Kilian in  Markelsheim die Missio canonica verleihen.








30.06.2017 Verleihung der Missio canonica

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird in diesem Jahr 267 Lehrerinnen und Lehrern die Missio canonica zur Erteilung von Katholischem Religionsunterricht verleihen.

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes überreichen am

Sonntag, 16. Juli 2017, 10:00 Uhr
in der Kirche St. Kilian, St. Kilian-Str.1, 97980 Markelsheim

Weihbischof Thomas Maria Renz überreicht die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes am

Sonntag, 09. Juli 2017, 10:00 Uhr
in der Stadtkirche Peter und Paul, Bahnhofstr. 2, 78549 Spaichingen

Mit der Verleihung der Missio canonica drückt der Bischof seine Verbundenheit und Solidarität mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus und beauftragt sie zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart erteilen derzeit 5.878 Männer und Frauen katholischen Religionsunterricht; davon stehen 4.843 im staatlichen und privaten Schuldienst sowie 1.035 im Kirchendienst.

Die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs "Martin bewegt Europa" stehen fest

Beim Wettbewerb „Was würde der heilige Martin uns Europäern heute sagen?“, der vom Diözesanrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Hauptabteilung IX Schulen für alle Schularten ausgeschrieben worden war und für den Ministerpräsident Kretschmann die Schirmherrschaft übernommen hatte, stehen jetzt die Siegerinnen und Sieger fest. Die 22 eingereichten Arbeiten von ca. 90 Schülerinnen und Schülern sind sehr kreativ und über alle Schularten verteilt. Die Verleihung des ersten Preises und eine Darstellung der eingereichten Beiträge erfolgte am 11. Mai im Landtag. Die weiteren Gewinnerinnen und Gewinner wurden im Beisein des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst am 12. Mai in der Diözesanratssitzung im Kloster Schöntal ausgezeichnet.

Die Liste der Siegerinnen und Siegerinnen, die Besprechung der Arbeiten und ihre jeweiligen Würdigen sind zu ersehen unter: raete.drs.de/index.php

Die Hauptabteilung IX gratuliert herzlich!

27.03.2017: „Geht an die Ränder“! Berufsschullehrerinnen setzen sich mit Jugendarmut auseinander



Bezugnehmend auf Papst Franziskus haben sich die Religionslehrerinnen und Religionslehrer an beruflichen Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bei ihrer jährlichen Jahrestagung, unter der Leitung der Schuldekane Murillo Soberanis und Schick, mit benachteiligten Jugendlichen und Bildungsgerechtigkeit befasst. Papst Franziskus appelliert wiederholt an die Kirche, dass sie an die Ränder gehen solle, nicht nur an die geographischen Ränder, sondern an die der menschlichen Existenz.
Mit diesem Impuls verbunden war das Ziel der Tagung, die Herausforderungen im Umgang mit Jugendlichen am Rand, die sich in vielen Berufsschulklassen befinden, herauszuarbeiten und Antworten darauf zu suchen. Denn – so die Grundhaltung – es gehört zu den zentralen Aufgaben im Schulalltag, junge Menschen aus dem Rand in die Mitte zu holen.
Maria Hackl, Referentin beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, verwies in ihrem Impulsreferat darauf, dass arme Jugendliche in der Regel vorher arme Kinder waren und als solche bereits oft schlechte Startchancen hatten. Wie der Armuts- und Reichtumsbe-richt des Landes aufzeige, bestehe eine gravierende Wechselwirkung zwischen den ver-schiedenen Dimensionen von Armut: monetäre Armut gehe einher mit (massiver) Einschrän-kung von sozialer und kultureller Teilhabe, was wiederum die Chancen auf Bildungsteilhabe und im Folgenden auf Integration in Ausbildung und Arbeit erschwere. Doch nicht nur die armen Kinder haben die besondere Aufmerksamkeit verdient, sondern auch die armen Ju-gendlichen, deren Chancenlosigkeit ihnen zu Unrecht selbst zugeschrieben werde.
Die von der Referentin ermittelten Zahlen verdeutlichen, dass es auch im reichen Baden-Württemberg Jugendarmut gebe und viele junge Menschen, die Perspektive droht, das ganze Leben lang auf Transferleistungen angewiesen zu sein.
In ihren theoretischen Betrachtungen verwies dann  Prof. Judith Könemann von der Universi-tät Münster auf die Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit für den Religionsunterricht an be-rufsbildenden Schulen. Auch sie verwies auf die nach wie vor herrschende  Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft der Kinder und Jugendlichen. Eine Überwindung der sekundären Herkunftseffekte gelinge jedoch nur durch Bildung.

In vielfältigen Workshops, wie z.B. zu VAB-O-Klassen oder Rassismus wurden die Anstöße intensiv diskutiert. In einem Morgenimpuls zum Thema „Segen“ ging es Frau Ordinariatsrätin Augustyniak-Dürr vor allem um die Grundhaltung, mit der man sich den Menschen, insbe-sondere den Benachteiligten, nähern sollte. Schuldirektor Klaus Hilbert zog nach den drei anregenden Tagen folgende Bilanz: „Die Diskussionen haben gezeigt, wie wichtig unser Re-ligionsunterricht an den beruflichen Schulen ist, um den jungen Menschen – trotz mancher Aussichtslosigkeit - Perspektiven zu vermitteln. Generell stelle sich – selbstkritisch – aber die Frage, ob nicht das Thema Armut in all seinen Konsequenzen nicht erst in der Berufsschule, sondern generell in den Curricula für den Religionsunterricht einen weit größeren Stellenwert einnehmen müsse.

09.02.2017: Kirche auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart



Mit einem gemeinsamen Programm auf der Bildungsmesse „didacta“ suchen die Katholische und Evangelische Kirche in Baden-Württemberg den öffentlichen Dialog über Bildung und Religionsunterricht an den Schulen.  Vom 14. bis 18. Februar präsentieren die beiden Diözesen und die beiden Landeskirchen in Halle 5 (Stand 5B65) der Stuttgarter Landesmesse die Sonderschau „ZusammenLeben gestalten – Verschiedenheit achten. Teilhabe ermöglichen. Hoffnung leben“.
Hauptbestandteil des kirchlichen Angebots sind insgesamt 25 Veranstaltungen – Vorträge und Praxisbeispiele am Kirchenstand – unter anderem zu Fragen des globalen Lernens, der Digitalisierung, von Inklusion und Integration sowie religiöser Bildung in einer pluralistischen Gesellschaft.
Bei der zentralen Veranstaltung der Kirchen am Donnerstag, 16. Februar von 14:00 bis 14:45 Uhr im „Forum didacta aktuell“ (Halle 5 Stand 5D32) diskutieren unter dem Titel „ZusammenLeben gestalten – Pluralitätswert Religion?“ Staatssekretär Volker Schebesta, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Oberkirchenrat Werner Baur, Evangelische Landeskirche in Württemberg und Prof. Dr. Magnus Striet, Theologische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie greifen dabei die Frage auf, ob und inwiefern in einer pluralistischen Gesellschaft Religion selbst ein Pluralitätswert sein kann, der gesellschaftlich nicht spaltet oder trennt, sondern Vielfalt positiv aufgreift.

Das ausführliche Programm der Sonderschau „ZusammenLeben gestalten“ finden Sie als Download hier >>>

Das tägliche Programm am Stand der Kirchen beginnt jeweils mit einem audio-visuellen Morgenimpuls. Inhalt ist die Betrachtung von Bildern, die Flüchtlingskinder gemalt haben. Diese Impulse sind vorab zu finden unter: http://www.drs.de/mediathek/drs-media.html

Weitere Informationen zur Sonderschau der Kirchen unter:
www.kirche-auf-der-bildungsmesse.de 

08.02.2017: Neue Broschüre zu den rechtlichen Regelungen zur Konfessionellen Kooperation


Broschüre "Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht an allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg" (PDF)

25.01.2017: Preise im Wettbewerb „Christentum und Kultur“ verliehen

Siehe Pressemitteilung auf: http://www.drs.de/service/presse/a-mehr-jugendliche-im-wettbewerb-christent-00006083.html

5. Oktober 2016: Neue gymnasiale Schuldekanin im Kath. Schuldekanatamt Stuttgart


Am Donnerstag, den 5. Oktober 2016, wurde Frau Dr. Susanne Glietsch als neue Schuldekanin im Schuldekanatamt Stuttgart in einer Feierstunde im Rupert-Mayer-Haus Stuttgart in ihr Amt eingeführt. Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr, die Leiterin der Hauptabteilung Schulen, überreichte die von Bischof Fürst ausgestellte Urkunde. Nach einem geistlichen Impuls (Frau Jutta Taege-Müller) und der Begrüßung der zahlreichen Gäste durch den Gymnasialreferenten Dr. Wolfram Winger sprach Frau Augustyniak-Dürr von den zahlreichen Herausforderungen des Religionsunterrichts in den Umbrüchen der heutigen Gesellschaft, die der Verantwortung und Gestaltungskraft bedürfen. Grußworte sprachen im Anschluss Monsignore Dr. Christian Hermes – ein Studienfreund von Frau Dr. Glietsch - für die Dekanate Stuttgart (Stadtdekanat) und Rems-Murr, auf deren Gebiet sich das Schuldekanatamt Stuttgart erstreckt, Sigrid Sonneck, die gymnasiale Schuldekanin des Schuldekanatamts Schwäbisch Gmünd für das zukünftige Kollegium der Schuldekaninnen und Schuldekane, sowie Oberstudiendirektor Christian Klemmer vom Johannes-Kepler-Gymnasium Stuttgart als Vertreter der staatlichen Seite und der Gymnasien, mit denen Frau Dr. Glietsch in Zukunft zu tun hat. In ihrer Rede zum Beginn freute sich Frau Glietsch auf die bevorstehende Aufgabe. Sie habe sich irgendwann im Leben entschieden, ihr Leben aus der Weltdeutung des Christentums leben und gestalten zu wollen. Und das werde sie mit allen Kräften im neuen Amt tun.

Susanne Glietsch hat die Fächer katholische Religion und Deutsch an der Universität Tübingen studiert. Für ihre Dissertation erhielt sie den Promotionspreis der Universität Tübingen und den Dr. Leopold-Lucas-Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Sie war Dozentin an der PH Weingarten, wissenschaftliche Assistentin und akademische Rätin an der Universität Augsburg (Religionspädagogik) und vertrat eine Professur an der PH Ludwigsburg. Für die Hauptabteilung Schulen war sie bereits in der Weiterbildung (Nachqualifikation) tätig.

Wir wünschen Frau Dr. Susanne Glietsch viel Freude in ihrer neuen Tätigkeit, viel Erfolg und Gottes Segen.

Auf dem Bild: Dr. Susanne Glietsch, umrahmt von Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr und Monsignore Dr. Christian Hermes

Bild: Inge Pelka
Text: Dr. Wolfram Winger

15.09.2016: Flyer zum Schülerwettbewerb "Was Martin uns Europäern sagen würden"


Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 in Württemberg unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Teilnehmen können: Schülerinnen und Schüler der Katholischen Freien Schulen, über den Religionsunterricht Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden und beruflichen Schulen ab Klassenstufe 9, der Fachschulen und des Kolping-Bildungswerkes in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Einsendeschluss für die Beiträge: 1. März 2017

Weitere Informationen finden Sie hier-->

08.07.2016: Mit der Missio Canonica zum Religionsunterricht beauftragt

Weitere 275 Lehrerinnen und Lehrer werden künftig in der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Fach Katholische Religion unterrichten. Bischof Dr. Gebhard Fürst verlieh 115 von ihnen am Sonntag die Missio Canonica in Ehingen. Weihbischof Dr. Johannes Kreidler übergibt die Urkunden am 17. Juli um 10.30 Uhr in der Winnender Kirche St. Karl Borromäus.

Der Auftrag Jesu, seine frohe Botschaft zu verkünden, sei auch an der Schule keine „Mission impossible“, keine unlösbare Aufgabe, ermutigte Bischof Gebhard Fürst die angehenden Religionslehrer. Er dankte für die Bereitschaft zu diesem Dienst im Lebensraum Schule.

Bischof Gebhard  Fürst:  

Die Missio canonica ist die Beauftragung dafür , dass Sie an den Schulen Botin und Bote des Evangeliums sein dürfen.

Hier und heute geht es um viel mehr als um einen bürokratischen Akt. Die Missio Canonica ist nicht nur eine notwendige Genehmigung. Sie ist mehr als ein notwendiger Stempel, der Ihnen am Ende Ihrer Ausbildung aufgedrückt wird als Prädikat Ihres Wissens und Ihrer Leistungen.

Das Geheimnis des Evangeliums lebt nicht von Zertifikaten. Das Geheimnis des Evangeliums lebt vom persönlichen Zeugnis das mit unserer ganzen Person, unserem ganzen Sein und Leben verbunden ist.  Zwischen Botschaft und Adressat steht die lebendige Person. Menschen, vor allem junge Menschen,  mit dem Feuer des Evangeliums anzustecken gelingt aber nur wenn wir uns selbst von seiner Botschaft anstecken lassen.










In einem weiteren Gottesdienst am 17. Juli  überreichte Weihbischof Dr. Johannes Kreidler die Urkunden
in der Kirche  St. Karl Borromäus in Winnenden.

Weihbischof Dr. Johannes Kreidler:
Sehen Sie in dieser Feier ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung für Ihren Auftrag. Missio canonica – das bedeutet für mich auch Verbundenheit und Solidarität mit Ihnen am Lernort Schule. Ein Lernort, der in unserer Gegenwart sehr viel Können und persönliche Offenheit erfordert, an dem Sie auch, wie kaum an einem anderen Ort in der Kirche, ganz nahe dran sind an jungen Leuten und deren Leben.
Ich habe große Hochachtung vor dem was Religionslehrer und Religionslehrerinnen tagtäglich fachlich und an personalem Angebot im Unterricht geben und leisten. Ich ahne, dass zu diesem Beruf neben viel Freude und Bereicherung auch eine ausgesprochene Belastbarkeit gehört.








15.06.2016: Verleihung der Missio canonica

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird in diesem Jahr  275 Lehrerinnen und Lehrern die Missio canonica zur Erteilung von Katholischem Religionsunterricht verleihen.

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes überreichen am
Sonntag, 3. Juli 2016, 10:00 Uhr
in der Kirche St. Blasius,
Kirchplatz 2, 89584 Ehingen (Donau)

Weihbischof Dr. Johannes Kreidler überreicht die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes am
Sonntag, 17. Juli 2016, 10:30 Uhr
in der Kirche St. Karl Borromäus,
Marienstraße 2, 71364 Winnenden.

Mit der Verleihung der Missio canonica drückt der Bischof seine Verbundenheit und Solidarität mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus und beauftragt sie zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart erteilen derzeit 5.857 Männer und Frauen katholischen Religionsunterricht; davon stehen 4.778 im staatlichen und privaten Schuldienst sowie 1.079 im Kirchendienst.

10.02.2016: Handreichung: Religionsunterricht an der Gemeinschaftsschule


Handreichung: Religionsunterricht an der Gemeinschaftsschule (pdf)

20.01.2016: Preise im Wettbewerb „Christentum und Kultur“ verliehen


Siehe Pressemitteilung auf: http://www.drs.de/service/presse/a-preise-im-wettbewerb-christentum-und-ku-00005812.html  

 

 

14.01.2016: Berufsprofile 7, Religionslehrerinnen und Religionslehrer


Die Broschüre: Berufsprofile 7: Religionslehrerinnen und Religionslehrer (PDF) können ReligionslehrerInnen aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart bei der Expedition des Bischöflichen Ordinariats, Postfach 9, 72101 Rottenburg a. N., Fax: 07472 169-561, E-Mail: expedition@bo.drs.de, bestellen.

07.01.2016: Bischof Dr. Gebhard Fürst verleiht die Preise zum Wettbewerb „Christentum und Kultur“ am Mittwoch, 20.01.2016, 10.00 – 12.30 Uhr im Haus der Katholischen Kirche Stuttgart, Königstraße 7

Seit dem Schuljahr 2002/2003 werden jährlich Preise zum Wettbewerb „Christentum und Kultur“ verliehen. Bis zu 100 Schülerinnen und Schüler nehmen an diesem Wettbewerb aus den Kursstufen der Gymnasien, jüngst auch der beruflichen Gymnasien, teil. Neben der besonderen inhaltlichen und formalen Herausforderung – wissenschaftliche und kreative Bearbeitung ist gefragt – ist der Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler auch deshalb interessant, weil das „Produkt“ auch als Abiturleistung angerechnet werden kann.

Insgesamt etwa 15 Arbeiten werden von einer hochrangig besetzten Jury, die unter anderem von Leuten aus Hochschulen, Schulen und Ministerium gebildet ist, für einen ersten, zweiten oder dritten Preis oder für einen Buchpreis ausgewählt. Die Preisverleihung erfolgt jährlich im Wechsel durch einen Bischof der beiden Diözesen oder der beiden Landeskirchen. In diesem Jahr verleiht Bischof Dr. Gebhard Fürst zum vierten Mal nach 2004, 2008 und 2012 die Preise. Weitere Redebeiträge erfolgen durch die Abteilungspräsidentin Claudia Rugart vom Regierungspräsidium Stuttgart, die Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr, das Jury-Mitglied Dr. Inge Kirsner, den Oberkirchenrat Werner Baur und die Trägerin oder den Träger des ersten Preises.

Die Themen der ausgezeichneten Wettbewerbsarbeiten und der Preisträger/-innen werden nach der Vergabe der Preise in der Presse veröffentlicht. Bis dahin bleiben sie auch für die Preisträger/-innen selbst geheim. Jetzt schon aber kann man gespannt sein, wie junge Menschen die heutigen gesellschaftlichen und religiösen Grundfragen, die sich im Moment mehr stellen denn je,  aufgreifen.

25.11.2015: Hirn – Geist – Gott: Jahrestagung für Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Die Hirnforschung und ihre Bedeutung für die Theologie waren das Thema der diesjährigen Jahrestagung für Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die vom 12. bis 14. November 2015 im Bildungshaus Kloster Untermarchtal stattfand.

Dr. Wolfram Winger, Gymnasialreferent der Diözese Rottenburg-Stuttgart, begrüßte die Anwesenden mit einem Bildimpuls zu Salvador Dalis „Galathea der Sphären“ und leitete so auf das Thema der Tagung hin: „Hirn – Geist – Gott“.
Gabriele Klingberg, Schuldekanin in Rottweil, und Dr. Martin Spaeth, Schuldekan in Ulm, die gemeinsam mit Wolfram Winger die Tagung leiteten, stimmten das Publikum anschließend humorvoll in einem szenischen Spiel ein auf einen wesentlichen Aspekt der Hirnforschung, nämlich die Frage: Existiert ein „Gottesareal“ in unserem Gehirn, und wenn ja: Hat es dann etwa die Form eines Halbmondes?

Zum ersten Mal war ein Hauptreferent der Jahrestagung nicht Theologe, sondern promovierter Physiker und Experte auf dem Gebiet Neurowissenschaften: Prof. Dr. Hubert Preißl, Leiter der Arbeitsgruppe Metabolic Neuroimaging am Institut für Diabetesforschung und metabolische Erkrankungen des Helmholtz-Zentrums München an der Universität Tübingen, prägte mit seinem ebenso kenntnisreichen wie fulminanten Vortrag, überschrieben mit dem Titel: „Gehirn 2.0“, den ersten Teil der Tagung. Er war für den erkrankten Prof. Dr. Niels Birbaumer kurzfristig eingesprungen und erwies sich als Glücksfall für die Tagung. In anschaulichen Bildern und Grafiken, gewürzt mit oberpfälzisch grundiertem Humor, illustrierte er Bedeutung wie auch Grenzen neurowissenschaftlicher Forschung. So zeigte er eindrucksvoll anhand der nachgewiesenen Hirnaktivität eines toten (!) Fisches, dass bei allen wissenschaftlichen Methoden eine gesunde Skepsis angebracht ist. Beispielsweise können durchaus im Gehirn in bestimmten Teilen bestimmte Funktionen lokalisiert werden, jedoch bleibt die spannende Frage der Wechselwirkung dieser Regionen in Anbetracht der etwa 100 Milliarden Nervenzellen, welche im Hirnlappen vernetzt sind. Preißl warnte deshalb vor zu schnellen „Vereindeutigungen“ und bildlichen Vorstellungen: „Realität ist nicht so einfach.“ Eindrucksvoll machte er dem gebannt lauschenden Publikum klar, dass die Gehirnaktivität gleichsam erst im Nachhinein gemessen werden kann aufgrund des elektrischen Impulses bzw. des entstehenden Magnetfeldes, welche durch die neuronalen Aktivitäten entstanden sind.
Prinzipielle Fragen bleiben jedoch und müssen stets von neuem vergegenwärtigt werden, zum Beispiel: Steht die beobachtete Assoziation auch in einem kausalen Zusammenhang? Und ist ein beobachtetes Ergebnis auch in einem weiteren Experiment reproduzierbar? Können überhaupt beim Menschen Korrelationen langfristig erklärt werden? Welche Auswirkungen hat zum Beispiel die Musik Mozarts auf die Entwicklung eines Embryos und welche Folgen hat dies für dessen späteres Leben?
Beruhigen konnte Preißl die anwesenden Religionslehrerinnen und Religionslehrer insofern, als er einen Zusammenhang zwischen Lappenepilepsie und Religiosität für nicht erwiesen hält. Immerhin entwickelten religiöse Menschen eher eine Pflichtethik, während Atheisten eher utilitaristisch argumentierten (so eine amerikanische Studie, deren Ergebnisse aber auch Preißl alleine schon in methodischer Hinsicht in Frage stellte). Preißl stellte außerdem dar, dass die Nennung religiöser Begriffe oder auch von Werten Gehirnaktivität auslöst und
prosoziales Verhalten und Handeln fördert. Die Gehirnaktivität bei Katholiken und Atheisten zu vergleichen – wie erst 2014 in einer Untersuchung geschehen - hielt er hingegen für nicht sinnvoll. Am Schluss blieb Preißls Fazit haften: „Unser Gehirn kontrolliert uns viel mehr, als wir uns das vorstellen können.“
In der sich anschließenden Fragerunde musste sich Preißl etwa zu der Frage äußern, wie subjektive Einschätzungen operationalisierbar gemacht werden können (z.B. Religiosität, aber auch Hunger oder Phantomschmerzen). Überhaupt: Wie quantifizierbar ist eigentlich Qualität? Angerissen wurde die ethische Diskussion im Hinblick auf Persönlichkeitsveränderungen durch neuronale Tiefenstimulation. Die Frage nach der Existenz Gottes wies Preißl jedoch als hirnwissenschaftlich nicht sinnvoll von sich.
Der letzte themenbezogene Teil des Tages mündete in eine Podiumsdiskussion zwischen Prof. Dr. Preißl und dem zweiten Hauptreferenten der Tagung, dem promovierten katholischen Fundamentaltheologen und wissenschaftlichen Mitarbeiter für systematische Theologie an der RWTH Aachen, Dr. Patrick Becker. In einem angeregten Gespräch kamen beide Seiten überein, dass eine Kooperation zwischen Theologie und Neurowissenschaften dringend wünschenswert wäre: Es bleibt die Herausforderung für die Theologie, eine Fragestellung zu kreieren, die neurowissenschaftlich sinnvoll aufgenommen werden kann.
Den intellektuell anspruchsvollen ersten Tag schlossen nach einem Abendessen das gemeinsame Einsingen der Lieder für den Gottesdienst am Folgetag bzw. „Bewegte Tanzschritte“ und das Kabarett „Eins Punkt Null. Eine Versuchsanordnung“ von Peter Gorges ab, welches einen guten Gesprächsimpuls bot für das anschließende gemütliche Beisammensein im Klosterkeller.

Der zweite Tag der hochkarätig besetzten Tagung war der Frage gewidmet, inwiefern die Gehirnforschung eine Herausforderung für die theologische Anthropologie und den Gottesglauben darstellt.
Dr. Patrick Becker räumte gleich zu Beginn  seines didaktisch durchdachten Vortrags ein, dass es nicht die Naturwissenschaft oder das Menschenbild gibt. Er konstatierte allerdings eine zunehmende Naturalisierung im naturwissenschaftlichen Denken, durch die theologisch wie anthropologisch bedeutsame Begriffe wie die Willensfreiheit oder die Menschenwürde in Frage gestellt würden. Becker betonte deshalb: Jede Forschung ist interessengeleitet und beginnt mit einer Hypothese – aber das ist nichts Schlechtes. Zu Empirie und Erkenntnisgewinn müsse die Reflexion des Weltbildes bzw. Glaubens hinzutreten, umgekehrt brauche Religion eine echte Erfahrungsebene, sonst werde sie kollabieren.

In einem historischen Rekurs zeigte Becker anhand des Falles Galilei sowie mit Descartes die sich durchsetzende Trennung der Forschung in Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft, welche für die Moderne typisch wurde. Zunehmend wurde der Mensch innerhalb naturwissenschaftlicher Forschung als Maschine gesehen, in der klare Wirkmechanismen auszumachen seien. Alexander Loichinger formulierte prägnant: „Der Geist ist nichts anderes als ein bestimmter Hirnzustand.“ Ziel, Sinn und Willensfreiheit seien nicht mehr als eine Ansammlung von Nervenzellen und zugehörigen Molekülen, so Francis Crick.

Becker lässt keinen Zweifel daran, dass die Biologie innerhalb ihres geschlossenen Systems funktional argumentieren darf und einen Anspruch auf Reproduzierbarkeit einfordern muss. Er warnt aber vor Grenzüberschreitungen und insistiert, dass das Verhältnis zwischen mentalen und physischen Prozessen ein komplementäres sei: Geistige Vorgänge wirkten auf physische ein und neurobiologische Prozesse grundierten mentale Inhalte. Anders gesagt: Die Willensfreiheit besteht in einer Hin- und Herbewegung, einem Übersetzungsprozess zwischen Mentalem und Neuronalem – sie hat eine neue Qualität zur Folge! Problem bleibt: Es ist nicht naturwissenschaftlich nachweisbar, ob bzw. wie mentale Prozesse auf physische einwirken; dennoch gibt es starke Gründe, dies anzunehmen.
Gegenüber seinem Buch "Kein Platz für Gott?" von 2009 hat Becker die Bohmsche Theorie eines nichtenergetischen Informationstransfers zurückgenommen, weil die
Physiker diese Theorie als nicht mehr haltbar betrachten. Es gibt demnach keine physikalische Theorie zu Formalursachen.
Skeptisch zeigt sich Becker – und darin stimmt er mit Preißl überein – gegenüber der Verortung des Gottesglaubens in bestimmten Gehirnarealen.

Am Nachmittag stellte Becker vier Texte mit naturalistischen Positionen zur Diskussion, die allesamt von den Tagungsteilnehmern sehr kritisch besprochen wurden:
Auch ein Naturwissenschaftler glaubt an sein System, setzt intuitiv als Ich Hypothesen, vermutet einen Zukunftsbezug seiner Forschung! Er sollte den von ihm gewählten Ausschnitt der Empirie ebenso kritisch reflektieren wie ein funktionales Denken, das zuvörderst die Nützlichkeit im Blick hat. Theologen sollten wiederum eine allzu idealistische Sicht der Vernunft überdenken.
In einem Schlussplädoyer machte Dr. Becker deutlich, dass es in unserer immer mehr auf Funktionalität ausgerichteten Gesellschaft eine wichtige Aufgabe der Theologie – insbesondere schulischen Religionsunterrichts – sei, eine Relativierung der zunehmend rein naturalistischen Weltsicht bei jungen Menschen zu bewirken.
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Der Gottesdienst vor dem Abendessen stiftete nicht nur eine spirituelle Gemeinschaft der Religionslehrerinnen und Religionslehrer, sondern evozierte subtil das Tagungsthema.
Nach dem Abendessen stellte Reiner Steib passende Medien für den Unterricht vor. Anschließend gab es noch ein Treffen mit dem Verband der Religionslehrerinnen und Religionslehrer der Diözese Rottenburg-Stuttgart, bei dem der Rundbrief im neuen Layout an Interessierte ausgegeben sowie die laufende Verbandsarbeit durch den Vorstand vorgestellt wurde.

Am Samstag erfolgte nach Morgenlob und Frühstück die Aufteilung der Tagungsteilnehmer in Workshops: Ulrike Arlt-Herberts („Hirnforschung und Menschenbild“), Birgit Bader-Sickinger („Spielt sich Glaube im Gehirn ab?“), Dr. Andreas Diße („Gotteserkenntnis mit Geist, Herz und Verstand?“), Dr. Gerhard Glaser („Geistbilder und Hirn – Schön-Geistiges!“), Dr. Matthias Gronover („Neurotheologie als Religionskritik und Religionsaffirmation“), Maria Nietsch  („Es ist nicht immer leicht, ich zu sein. Freiheit und Verantwortung in der Mittelstufe“), Stefanie Schopper („Entzauberte Transzendenz – Entsteht Gott im Gehirn?“) und Eckehard Schuster („Hirnrissig? Neuromythen auf der Spur“) boten den Teilnehmern vielfältige Möglichkeiten, das Tagungsthema zu vertiefen.

Die Feedbackrunde vor dem abschließenden gemeinsamen Mittagessen machte deutlich, dass alle 110 Teilnehmenden mit Inhalt, Verlauf und besonders auch mit der angenehmen Atmosphäre der Tagung rundum zufrieden waren.

von Dr. Christian Schenk und Sarah Uhl

25.11.2015: Vom Umgang mit Tod und Trauer


Wenn eine schwere Verletzung, eine schlimme Erkrankung oder gar der Tod einer Schülerin, eines Schülers, eines Kollegen, einer Kollegin oder eines Elternteils mitgeteilt werden , ist die ganze Schulgemeinschaft getroffen. Wie sehr ist man da auf Hilfe angewiesen und froh über jedwede Unterstützung.
Diese boten in den letzten Jahren u.a. die vom Kultusministerium Baden-Württemberg herausgegebene Broschüre „Vom Umgang mit Tod und Trauer in der Schule“ , die vom Referat Schulpastoral der Diözese Rottenburg-Stuttgart herausgegebene, vom Religionspädagogen, Schulseelsorger und Trauerbegleiter Jürgen Karasch verfasste Broschüre „Grenzerfahrung: Tod. Umgang mit Trauer in der Schule“  sowie eine Reihe von Aufsätzen etwa von Uta Martina Hauf .
Hauf und Karasch haben nun auf der Basis ihrer langjährigen Praxis der Trauerbegleitung und Fortbildungserfahrung ein Buch vorgelegt, das die modernen theoretischen Kenntnisse, Maßnahmeempfehlungen, „erprobte Rituale“ und Übungen auf übersichtliche und sehr sensible Weise darbietet.
Es gliedert sich wie folgt: „0. Warum diese Arbeitshilfe?“ (5-6); „1. Basisinformationen“ (7-51) , „2. Trauersensible Schulkultur“ (52-66), „3. Tod im Umfeld Schule“ (67-83), „4. Erprobte Rituale und Methoden“ (84-97) und „5. Übungen für Seele und Körper“ (98-121). Ein Literaturverzeichnis (122-123) und die Angaben zu Autorin und Autor (124) beschließen den Band.
Das Buch ist allen am Schulleben Beteiligten mit Nachdruck zu empfehlen! Die Befassung mit dieser Thematik ist zugleich immer auch eine Bereicherung für die persönliche Entwicklung.

Vom Umgang mit Tod und Trauer. Eine Arbeitshilfe für die Schule
Uta Martina Hauf/Jürgen Karasch
München (dkv) 2015, 122 S., 17,95 €
ISBN: 978-3-88207-438-3

20.07.2015: Mit der Missio Canonica zum Religionsunterricht beauftragt

Weitere 230 Lehrerinnen und Lehrer werden künftig im Auftrag des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, katholischen Religionsunterricht erteilen.

Am 12. Juli verlieh Bischof Dr. Gebhard Fürst die Missio Canonica in der Marienkirche in Laupheim. Die Frauen und Männer reihen sich ein in die über 5.000 Religionslehrerinnen und -lehrer in der Diözese.

Die Missio canonica sei  nicht nur eine notwendige Genehmigung betonte Bischof Dr. Gebhard Fürst in Laupheim.  Es ginge um viel mehr als den bürokratischen Akt.
Bischof Dr. Gebhard Fürst:
Das Geheimnis des Evangeliums lebt nicht von Zertifikaten. Das Geheimnis des Evangeliums lebt vom persönlichen Zeugnis, das mit unserer ganzen Person, unserem ganzen Sein und Leben verbunden ist. Dabei sind selbstverständlich Sachkompetenz, methodisches Geschick und didaktische Fähigkeiten hilfreiche und wichtige Fundamente! Menschen – und vor allem junge Menschen – mit dem Feuer des Evangeliums anzustecken, gelingt aber nur, wenn wir dessen Botschaft in unser Herz dringen lassen.
In einem weiteren Gottesdienst am 18. Juli  überreichte Weihbischof Thomas Maria Renz die Urkunden in der Kirche Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Crailsheim.














31.07.2014: Glaubenszeugnis begeistert Schüler

Mit der Missio Canonica zum Religionsunterricht beauftragt

Weitere 242 Lehrerinnen und Lehrer werden künftig im Auftrag des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, katholischen Religionsunterricht erteilen.

Am 5. Juli verlieh Bischof Dr. Gebhard Fürst die Missio Canonica  in St. Martin, Wangen im Allgäu.
Die Frauen und Männer reihen sich ein in die über 5.000 Religionslehrerinnen und -lehrer in der Diözese. Die Verleihung der kirchlichen Lehrbefugnis sei mehr als ein erforderlicher Stempel, es gehe um das persönliche Zeugnis, betonte Bischof Gebhard Fürst bei der Feier in Wangen. Notwendig sei der Geist Jesu Christi, der wie ein Funke überspringt. "Von auf solche Weise entflammten Glaubenszeuginnen und -zeugen – von solchen Lehrerinnen und Lehrern können Schüler glauben lernen", gab der Bischof den Pädagogen mit auf den Weg.

In einem weiteren Gottesdienst am 19. Juli  überreichte Weihbischof Kreidler die Urkunden in der Heilbronner Kirche St. Peter und Paul.

Weihbischof Kreidler: Missio Canonica – das bedeutet für mich auch Verbundenheit und Solidarität mit Ihnen am Lernort Schule. Ein Lernort, der in unserer Gegenwart sehr viel Können und persönliche Offenheit erfordert, an dem Sie auch, wie kaum an einem anderen Ort in der Kirche, ganz nahe dran sind an jungen Leuten und deren Leben.

Bischof  und Weihbischof betonten die große Hochachtung vor dem, was Religionslehrer und Religionslehrerinnen tagtäglich fachlich und an personalem Angebot im Unterricht geben und leisten.

Missioverleihung am 5. Juli 2014 in Wangen






Missioverleihung am 19. Juli 2014 in Heilbronn




20.05.2014: Verleihung der Missio canonica

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird in diesem Jahr 242 Lehrerinnen und Lehrern die Missio canonica zur Erteilung von Katholischem Religionsunterricht verleihen.

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes überreichen am
Samstag, 5. Juli 2014, 17:00 Uhr
in der Kirche St. Martin,
Marktplatz 2, 88239 Wangen

Weihbischof Dr. Kreidler überreicht die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes am
Samstag, 19. Juli 2014, 17:00 Uhr
in der St. Peter und Paul Kirche,
Im kleinen Deutschhof, 74072 Heilbronn

Mit der Verleihung der Missio canonica drückt der Bischof seine Verbundenheit und Solidarität mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus und beauftragt sie zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart erteilen derzeit 5323 Männer und Frauen katholischen Religionsunterricht; davon stehen 4207 im staatlichen und privaten Schuldienst sowie 1116 im Kirchendienst.

25.03.2014: Didacta 2014 in Stuttgart - Kirche auf der Bildungsmesse

Von Dienstag, 25. bis Samstag, 29. März 2014 findet in der Messe Stuttgart die Bildungsmesse didacta statt. Die vier großen christlichen Kirchen Baden-Württembergs bringen sich mit der Sonderschau "Religion, Werte, Bildung" ein (Halle 4, Stand 4G73).

Aktuelle Informationen zum Auftritt der Kirchen auf der Bildungsmesse erhalten Sie unter: http://www.kirche-auf-der-bildungsmesse.de/index.html

06.05.2013: Verleihung der Missio canonica

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird in diesem Jahr 283 Lehrerinnen und Lehrern die Missio canonica zur Erteilung von Katholischem Religionsunterricht verleihen.

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes überreichen am
Sonntag, 7. Juli 2013, 10:00 Uhr
in der Kirche zur Heiligen Familie,
Ziegelstraße 10, 71672 Marbach am Neckar

Weihbischof Thomas Maria Renz überreicht die Urkunden im Rahmen eines Gottesdienstes am
Samstag, 13. Juli 2013, 18:00 Uhr
in der Klosterkirche St. Petrus und Paulus Weißenau,
Abteistraße 1, 88214 Ravensburg

Mit der Verleihung der Missio canonica drückt der Bischof seine Verbundenheit und Solidarität mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus und beauftragt sie zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart erteilen derzeit 5413 Männer und Frauen katholischen Religionsunterricht; davon stehen 4257 im staatlichen Schuldienst, 1156 im Kirchendienst und 743 im Privatschuldienst.

14.11.2013: Gott und die Welt – Mehr als man glaubt

Religionsunterricht in der Berufsausbildung

Die kirchlichen Berufsschulreferenten in Baden-Württemberg haben mit einigen Schuldekanen einen neuen Flyer erarbeitet, der für das Gespräch mit dem dualen Partner über den Religionsunterricht in der Berufsschule verwendet werden kann. Der Flyer informiert über persönliche, gesellschaftlich-soziale und religiöse Ziele und Kompetenzen des Religionsunterrichts und nimmt unter dem Aspekt einer positiven Religionsfreiheit zum Bildungsanspruch des Religionsunterrichts Stellung sowie zur ökumenischen Kooperation. Er eignet sich auch zur Auseinandersetzung mit dem Bildungsanspruch des Religionsunterrichts im Unterricht.
Sie können den Flyer gedruckt oder digital (PDF) erhalten.

4. März 2013: Neue Referentin für Schulpastoral

Beate Thalheimer (50), Diplomreligionspädagogin, tritt zum Schuljahr 2013/2014 ihren Dienst als Referentin für Schulpastoral der Diözese Rottenburg-Stuttgart an. Mit 15 Jahren Berufserfahrung in Feldern des Religionsunterrichts an Beruflichen Schulen, als Schuldekanin und als Dozentin für Religionspädagogik in der Berufseinführung von Pastoralassistentinnen und –assistenten, sowie als Supervisorin und Mediatorin kehrt B. Thalheimer in den Bereich der Schulpastoral zurück [,wo sie von 1988-1998 bereits als Referentin für Schulpastoral tätig war]. Sie wird sich u.a. den anstehenden Fragen nach der pastoralen und spirituellen Profilierung, der Struktur und der Konzeption von Schulpastoral in der Diözese zuwenden sowie der Weiterbildung schulpastoraler Mitarbeiter/innen.

12. November 2012: Das neue Referat Globales Lernen am IRP Freiburg


Dr. Ralf Gaus

Mit dem Aufgabenfeld „Globales Lernen“ startete zum 1. September 2012 ein neues schulartenübergreifendes Referat am Institut für Relgionspädagogik Freiburg. Es handelt sich hierbei um eine Kooperation des Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V. mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg.

Zum Aufgabenfeld des Referates gehört die Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern bei der Umsetzung des globalen Lernens im Unterricht und der Schule generell (Projekttage, Hungertuchaktionen…). Das Referat ist dabei Anlaufstelle für unterschiedliche Fachrichtungen und Schulformen.
Zum Thema des globalen Lernens soll ein intensiver Austausch entstehen, neue Netzwerke und Möglichkeiten der Zusammenarbeit sollen eröffnet werden. Die Planung und Durchführung von Projekten und die konkreten Umsetzung von MISEREOR-Aktionen in den Schulen ist ein weiteres Aufgabenfeld des Referates.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart betreut Herr Dr. Ralf Gaus (Tübingen), Lehrer für katholische Religion, Philosophie und Psychologie am  Mädchengymnasium St. Agnes in Stuttgart.

Weitere Informationen unter: http://www.irp-freiburg.de/html/globales_lernen.html

24. Oktober 2012: Praxishilfe "Lebens-Werte entdecken"


Unter dem Titel „Lebens-Werte entdecken“ erschien am 18. Oktober eine Praxishilfe für die Kooperation von Kirche, Schule und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Neben grundlegenden Informationen für das Gelingen einer Kooperation sind darin 26 gelungene Praxisprojekte dokumentiert. Herausgeber sind die evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Baden sowie die katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Erzdiözese Freiburg. Die ökumenische Praxishilfe kann bei der Fachstelle Kirche und Schule kostenlos bestellt sowie im Internet heruntergeladen werden.
www.kirche-jugendarbeit-schule.de

26. Januar 2012: Förderprogramm Projekte "Kirche und Schule in Kontakt"


Das Lebensfeld Schule gewinnt an Bedeutung. Kinder und Jugendliche verbringen dort immer mehr Zeit. Die Veränderungen in der Schule – insbesondere durch die Ausweitung der Ganztagesschule - wirken sich auf die Freizeit der Schüler/innen aus und betreffen damit auch Angebote der Kirche. Mit der Entwicklung der Schule zur Ganztagesschule ist eine Öffnung der Schulen verbunden. Zur Gestaltung des Schullebens sucht Schule punktuelle und feste Partnerschaften. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will im Rahmen der Umsetzung der Konzeption Kirche und Schule Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten unterstützen, die mit Schulen gemeinsam dieses Lebensfeld gestalten wollen. Der Beginn des Projekts ist flexibel. Im Regelfall ist das Projekt auf zwei Schuljahre mit der Option auf Verlängerung um eine weiteres Jahr angelegt. 

Download Förderprogramm

Weiter Informationen unter http://kircheundschule.drs.de

14. November 2011: Kirchlicher Jugendplan - Neue Richtlinien ab 1. Januar 2012


Im Rahmen des [jugendforum]* wurde die Empfehlung ausgesprochen, die Richtlinien des kirchlichen Jugendplanes zu verändern. Nachdem das Bischöfliche Ordinariat sich am 18. Oktober 2011 darüber beraten hat, werden neue Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen für religiöse Bildungsmaßnahmen in der kirchlichen Jugendarbeit und in der außerschulischen Katechese ab 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt. Die Neuerungen im Kirchlichen Jugendplan in Kurzform:
> Wallfahrten sind nicht mehr auf einen Veranstaltungsort innerhalb Deutschlands begrenzt.
> die Stunden religiöser Bildung können künftig flexibel auf verschiedene Kalendertage verteilt werden.
> Künftig können auch Tagesveranstaltungen gefördert werden.
> Antragsverfahren mit flexibler Zuschussquote: Bis zum 20. Januar des jeweiligen Jahres können Anträge auf unserer Homepage www.bdkj.info gestellt werden. Das eingeplante Geld wird dann entsprechend der eingegangenen Anträge verteilt und es wird mitgeteilt, wie viel Geld es pro TeilnehmerIn und Tag gibt. Nachträge und nicht beantragte Maßnahmen können leider nicht berücksichtigt werden.

Ein Online-Antragsformular steht ab Dezember bereit. Kontakt: Sabine Scheller, Sachbearbeiterin Zuschüsse, Tel: 07153 3001-138, sscheller@bdkj-bja.drs.de, Weitere Infos unter http://www.bdkj.info/service/zuschuesse/kirchlicher-jugendplan

11. Oktober 2011: Religionsunterricht unter Druck - Tagung zum Religionsunterricht an öffentlichen Schulen


Der Religionsunterricht ist unter Druck geraten. Es gibt konkurrierende Entwürfe, wie in einer pluralistischen Gesellschaft Religion in der Schule Thema sein könnte. Nicht nur die Trennung nach Religion und Konfession, auch der Religionsunterricht selbst wird in Frage gestellt. Was aber spricht für ihn?
Um das zu diskutieren, luden die beiden Diözesanverbände Freiburg und Rottenburg-Stuttgart des Deutschen Katecheten-Vereins e.V. zu einer gemeinsamen Tagung am 8. Oktober 2011 nach Stuttgart. Sie stand unter der Leitung von Dr. Claudia Hofrichter, Vorsitzende des hiesigen DKV-Diözesanverbandes.
Auf dem eröffnenden Podium bezog Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart Stellung für einen konfessionellen Religionsunterricht. „Religion gibt es nicht als bloßes Informationspaket. Religion gibt es immer nur in historisch gewachsenen, bekenntnismäßigen und mit dem Leben verbundenen Ausprägungen. Ich kann in einem internationalen Kochbuch viele Rezepte kennenlernen, aber wie ein Gericht schmeckt, das weiß ich erst, wenn ich es probiere. Und diese Dimension der Erfahrung erreicht man meines Erachtens besser in einer gelebten Religionsgemeinschaft mit einem Lehrer, der selbst auch Zeuge dieses gelebten Glaubens ist und sich mit dem identifiziert, was er lehrt, als aus einer neutralen Außenperspektive, die allenfalls probehalber versuchen kann, sich kurzfristig mit einer religiösen Position zu identifizieren.“ Selbstverständlich gehöre hierzu auch die kritische Reflexion. Augustyniak-Dürr betonte die Wichtigkeit des konfessionellen Religionsunterrichts für den interreligiösen Dialog, dieser sei „ohne eigene Position nicht denkbar.“
„Gerade unter den Bedingungen religiöser Pluralität brauchen wir religiöse Bildung im öffentlichen Raum,“ nahm Prof. Dr. Rudolf Englert vom Lehrstuhl für Religionspädagogik an der Universität Duisburg-Essen diesen Faden auf. Die religiöse Orientierungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum müsse gestärkt werden, weil es einen Zuwachs an religiöser Pluralität gebe. Auch er spricht sich für einen konfessionellen Religionsunterricht aus: „Religiöse Bildung im öffentlichen Raum muss mehr anbieten als ein Panoptikum möglicher religiöser Sichtweisen und Praktiken. Das ist zu wenig, um Jugendliche zu einer eigenen Positionierung herauszufordern. Wesentlich für die Ausbildung religiöser Orientierungsfähigkeit ist, dass Kinder und Jugendliche selbst auch in Auseinandersetzung mit authentisch vertretenen religiösen Positionen ihrerseits positionierungsfähig werden.“ Deshalb möchte Englert keinen Religionsunterricht, der religiöse Tradition mehr oder weniger als normative Vorgaben betrachtet, an denen sich Schüler verbindlich zu orientieren haben (ein Verständnis, dass man aber seit langem kaum mehr an Schulen antrifft).
Dr. Eva-Maria Kenngott vom Institut Lebensgestaltung–Ethik–Religionskunde (LER) an der Universität Potsdam vertrat einen anderen Zugang zum Thema Religion an Schulen. Sie warb um Verständnis dafür, dass es in den östlichen Bundesländern erst einmal zu beantworten galt, wie angesichts der Situation nach der DDR überhaupt religiöse Fragen in der Schule gestellt werden sollten: „Ohne den Hintergrund der weitgehenden Säkularisierung und des anti-sozialistischen Impulses kann man dieses Fach gar nicht nachvollziehen.“ Religionskunde im öffentlichen Raum sei dringend nötig. Religion sei ein Zugang zur Welt, der nicht durch etwas anderes ersetzt werden kann. Im Gegensatz zum Ethikunterricht, wie er in Baden-Württemberg bekannt ist, beschränke sich LER nicht auf Informationen über Religionen, sondern verfolge einen lebensgestalterischen Ansatz. Hier käme Religion auch mit ihrer Eigenlogik vor, wenn ausgehend von Themen wie Familie, Glück oder Freundschaft die religiösen Aspekte angesprochen würden.
Domkapitular Dr. Axel Mehlmann, Leiter der Abteilung Schulen und Hochschulen der Erzdiözese Freiburg, wies darauf hin, dass der Druck auf den Religionsunterricht nicht nur von Bildungspolitischer Seite her käme. Religionslehrer könnten „in der konkreten Situation in der Schule immer wieder unter Druck geraten und Druck erleben, wenn Sie zum Beispiel feststellen müssen, dass das Fach, das Sie vertreten von Schulleitungen marginalisierend oder durch Kommentare zuweilen auch diskriminierend behandelt wird. Unter Druck geraten Sie sicher auch immer wieder durch gewisse innerkirchliche Entwicklungen oder Äußerungen des kirchlichen Lehramtes, für die Sie von Ihren Schülern und Kollegen, um es metaphorisch zu sagen, ‚verhaftet‘ werden.“ Auch herrsche in den Gemeinden zum Teil die falsche Vorstellung, der Religionsunterricht könne eine fehlende religiöse Sozialisation in Familie und Gemeinde ersetzen.
Dr. Frank Mentrup, Politischer Staatssekretär im Kultusministerium Baden-Württemberg, versuchte den Blick in der Debatte zu weiten, indem er feststellte, dass sich Schule bei uns vom bisherigen Schwerpunkt der Vermittlung von Sachwissen hin zur Persönlichkeitsentwicklung verändern müsse. Die philosophisch-religiöse Fähigkeit gehöre zum Menschsein. Aber allein vom Elternhaus sei diese Orientierung häufig nicht mehr gegeben. „In Baden-Württemberg“, so Metrup „haben wir Gott sei Dank noch den Schatz, dass viele Kinder durch ihre Elternhäuser religiös noch ein Stück vorgeprägt sind. Allein um die Selbstentdeckung und Selbstvergewisserung der Kinder im öffentlichen Raum zu fördern, ist natürlich der konfessionelle Religionsunterricht einer reinen Religionskunde massiv überlegen. Gerade, wenn Kinder unterschiedlich religiös unterwiesen würden, kämen sie danach miteinander ins Gespräch darüber. Wer eine eigene religiöse Sprache habe, könne überhaupt erst mit jemanden über Religion sprechen, auch wenn der andere einer anderen Religion angehört. Für den konfessionellen Religionsunterricht in Baden-Württemberg sieht er deshalb eine gute Zukunft: „An der Schule muss vieles an Persönlichkeitsbildung nachgeholt werden. Von daher ist Religionsunterricht eher in einem konjunkturellen Aufschwung als in einem Abschwung.“
Im Anschluss an das Podium erarbeiteten die rund 150 Teilnehmenden, weitgehend Lehrkräfte für Religion in den Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart, wo sie sich selbst unter Druck sehen und welche Argumente sie diesem Druck entgegenzusetzen haben. Bei aller Wertschätzung, die der Religionsunterricht hier erfuhr, der Druck auf ihn werde auf absehbare Zeit nicht nachlassen, so zieht Prof. Dr. Herbert Rommel vom Deutschen Katecheten-Verein ein Fazit der Tagung. „Wenn wir heute in dieser ambivalenten Situation nicht reflektieren und argumentieren, wird es in Zukunft schwer sein, den Religionsunterricht zu legitimieren.“

05. Oktober 2011: „Jungen Menschen Lebenswege aufgezeigt“ - Bischof Fürst würdigt verstorbene Ordinariatsrätin Dr. Magdalena Seeliger


Als profilierte und überzeugende Pädagogin hat Bischof Gebhard Fürst die am Abend des. 4. Oktober 2011 nach schwerer Krankheit verstorbene frühere Ordinariatsrätin Dr. Magdalena Seeliger gewürdigt. Mit Leidenschaft habe sie bis zu ihrem Ausscheiden vor einem Jahr die Hauptabteilung Schulen ideenreich und voller Energie geleitet, sagte der Bischof am Mittwoch, der zurzeit an der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda teilnimmt. Die 1953 in Budapest geborene und dort sowie in Hessen aufgewachsene promovierte Theologin und Religionspädagogin habe mit ihren kreativen Konzepten „vielen jungen Menschen gangbare Lebenswege aufgezeigt und ihnen dafür Orientierung auf christlicher Basis gegeben“. Er trauere um seine frühere enge Mitarbeiterin, betonte der Bischof, und drückte deren Ehemann, dem Tübinger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hans Reinhard Seeliger, sein Mitgefühl aus. Die Ordinariatsrätin habe mit Projekten wie „Kirche und Schule in Kontakt“ bleibende Spuren in der Diözese hinterlassen. Mit der in ihrer Amtszeit verantworteten Entwicklung von Bildungsstandards an allgemein bildenden Schulen habe sie 2004 ebenso profiliert Akzente gesetzt wie mit der ein Jahr später unterzeichneten und bundesweit beachteten Vereinbarung zur konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht. Bischof Fürst bescheinigte der Ordinariatsrätin, die seit 2001 die Hauptabteilung geleitet hatte, „ihre ganze Kraft für die religiöse Bildung an Schulen“ gegeben zu haben. Pontifikalrequiem und Beisetzung von Ordinariatsrätin Dr. Seeliger sind am Freitag, 14. Oktober 2011, in Rottenburg. Das Requiem findet statt um 13:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Moriz, die Beisetzung anschließend auf dem Sülchenfriedhof.

22. September 2011: Sensibel für Grenzerfahrungen im Schulalltag - Ute Augustyniak-Dürr als Leiterin der Hauptabteilung Schulen ins Amt eingeführt


Ute Augustyniak-Dürr (49) ist am Dienstagabend, 20. September, von Bischof Gebhard Fürst im Rottenburger Bischofshaus als Ordinariatsrätin und als Leiterin der Hauptabteilung Schulen ins Amt eingeführt worden. Sie tritt die Nachfolge von Magdalena Seeliger an, die Bischof Fürst in gleicher Weise wie seine Nachredner als „überaus profilierte und geschätzte Fachfrau“ würdigte. Die zahlreichen Gäste aus katholischer und evangelischer Kirche, aus Landesministerien, Regierungspräsidien und Schulverwaltung, Hochschule und Jugendpastoral, die Bischof Fürst begrüßen konnte, machen nach seinen Worten die Vernetzungen des Arbeitsfeldes deutlich, für das Frau Augustyniak-Dürr künftig Verantwortung trägt. Er freue sich, in Frau Augustyniak-Dürr eine Persönlichkeit gefunden zu haben, die durch ihre berufliche Erfahrung und Kompetenz ebenso wie durch ihre erlebnisreiche Vita und durch ihre persönliche Ausstrahlung die Anforderungen eindrucksvoll erfülle, die mit den komplexen pädagogischen und politischen Herausforderungen und mit den Führungs- und Leitungsaufgaben dieser Position verbunden seien, kommentierte Bischof Fürst deren Berufung. Ihre vielfältigen Erfahrungen von Grenzen, Checkpoints und Hindernissen, die sie  während eines mehrjährigen Aufenthalts im palästinensischen Beit Jala gemacht habe, lasse sie sensibel sein für die Checkpoints im Schulalltag, für schulische Barrieren und Grenzen, an denen Schüler manchmal zu zerbrechen drohen, sagte Bischof Fürst. Er sei überzeugt, dass sie das Erlebte auch mit Blick auf Barrieren des Religionsunterrichts und auf Grenzen der Institution Kirche als Hoffnungspotenzial weitergeben könne. Das in der Westbank Erlebte prägt nach den Worten des Bischofs auch die Kompetenzen von Frau Augustyniak-Dürr, zu denen er Reduktion und Klarheit zählte. Aber auch die Fähigkeit, Grenzen zu ertragen und Ungewisses auszuhalten, gehöre dazu. Ordinariat und Kirche, so der Bischof, seien zwar strukturierte Systeme, aber auch Systeme in Bewegung – derzeit mehr als lange Zeit zuvor. Davon betroffen seien auch Religionslehrerinnen und –lehrer; das Fach Religionslehre werde vielfach in Frage gestellt. Briefe schilderten ihm eine tiefe Zerrissenheit zwischen der Kirche und deren Bild bei Schülern und Eltern. In dieser Situation gestaltend zu wirken, erfordere guten Mut und Zuversicht. Es gebe allerdings auch Konstanten wie die Verankerung von Religion und Religionsunterricht in der Landesverfassung, sagte Bischof Fürst. Den Problemen stehe überdies ein Mehrwert gegenüber: Religionsunterricht sei mehr als Diskursethik und Wertediskussion. Wie in keinem anderen Fach gehe es hier um eine authentische Auseinandersetzung mit Sinnfragen, die wesentlich zum Menschsein gehörten. Die Grüße der Landesregierung und des Kultusministeriums überbrachte dessen Amtschefin, Ministerialdirektorin Margret Ruep. Sie würdigte die neue Leiterin der Hauptabteilung Schulen als eine kompetente und schulischen Belangen seit vielen Jahren verpflichtete Persönlichkeit. Das Wissen um die gemeinsame Bildungsverantwortung von Kirche und Staat drücke sich in Baden-Württemberg in einem traditionell guten Verhältnis zwischen beiden und in vielfältigen Kontakten aus, sagte Frau Ruep. Die neue Landesregierung setze neue Impulse, die dadurch aufgeworfenen Fragen müssten gemeinsam mit den Kirchen in guter Weise geklärt werden. Ein positives Signal sei es, dass die neuen Formen der Gemeinschaftsschule jetzt ebenfalls als christliche Gemeinschaftsschulen qualifiziert würden. Ruep sagte zu, den Dialog mit den Kirchen zu bildungspolitischen Schwerpunkten auch künftig zu suchen. Die beispielhafte Zusammenarbeit der evangelischen und katholischen Kirche in Baden-Württemberg betonte Oberkirchenrat Werner Baur von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg im Namen der INTERKO, der interkonfessionellen Kooperation im Bereich der Schulen. Es zeige sich hier, dass Konfessionalität kein Defizit, sondern eine gegenseitige Bereicherung sei. Gemeinsam sei den Partnerkirchen die Überzeugung, dass Religion keine Privatsache sei, sondern um der Kinder willen zur Bildung gehöre. Bildung bedeute Freiheit, so Baur, und Bildung zur Freiheit bedürfe der Religion.

12. September 2011: Grußwort der neuen Leiterin der Hauptabteilung Schulen, Frau Ute Augustyniak-Dürr, zum Schuljahresbeginn 2011/2012


Liebe Religionslehrerinnen und Religionslehrer,
zum neuen Schuljahr möchte ich Sie als neue Leiterin der Hauptabteilung Schulen sehr herzlich grüßen! Lassen Sie mich Ihnen zunächst eine kleine Geschichte aus meiner sechsjährigen Zeit in Palästina-Israel erzählen.
Israel und Palästina oder genauer Jerusalem und Bethlehem sind durch eine acht bis teilweise zwölf Meter hohe Betonmauer voneinander getrennt, in der es nur an einigen Stellen Tore bzw. Checkpoints gibt, über die man auf die andere Seite kommen kann. Diese Checkpoints sind von schwer bewaffneten israelischen Soldaten besetzt.
Unser Sohn musste jeden Tag nach Jerusalem in den Kindergarten, später in die Schule, gebracht werden. Das bedeutete für mich an den sechs Schultagen jede Woche täglich vier Mal die Grenze zu überqueren. Mal ging es gut, mal dauerte es Stunden, manchmal wurde ich auch einfach zurückgeschickt – ohne Erklärung. Also musste ich in diesen Fällen einen anderen Grenzübergang versuchen, manchmal klappte es erst beim dritten, ein zeitlich nicht zu kalkulierendes Unternehmen. Eines Tages unterhielt sich ein Soldat bei der Kontrolle mit mir. Er fragte mich, woher ich käme, und als ich „Germany“ sagte, meinte er, er wolle unbedingt Deutsch lernen. O.K., antwortete ich, fangen wir an: Hebräisch „Boker tov“ heißt auf Deutsch „Guten Morgen.“ Nach ein bisschen small talk durfte ich weiterfahren. Und einige Tage lang winkte er mich danach unkontrolliert durch. Ich war erleichtert – vielleicht würde es doch einfacher werden? Aber das ungute Gefühl blieb: Verlassen kann man sich hier auf nichts. Zwei Wochen später stellt sich mir der gleiche Soldat in den Weg, macht eine Bewegung, die mich zum Anhalten zwingt. Ich seufze innerlich, krame nach den Pässen, lasse die Scheibe herunter und wappne mich gegen alle möglichen Schwierigkeiten. „Guten Morgen“, sagt der Soldat mit rollendem „R“, und winkt mich durch. Das war’s. Der Weg war frei.
Warum erzähle ich Ihnen diese Geschichte? Obwohl sie eine nicht gerade alltägliche Situation für uns in Landesgrenzen wenig geübte Europäer zeigt, meine ich, dass es doch etwas Übertragbares gibt. Auch wir haben in unserem Schulalltag viele Checkpoints, Kontrollpunkte, Barrieren. Und manchmal erweisen sich diese Kontrollpunkte als Grenzen, manchmal als Durchgänge, die wir fast ohne Mühe passieren.
Lassen Sie mich für die Barrieren hier bei uns ein paar Beispiele nennen:
Wir alle wünschen uns manchmal religiös sozialisierte Schülerinnen und Schüler, mit denen wir über den Glauben und die Erfahrbarkeit Gottes in der Welt sprechen können. Stattdessen machen wir oft die Erfahrung, dass wir unsere Kinder und Jugendlichen nur zum Teil erreichen können, dass wir zuerst einmal religiöse Sprache buchstabieren lernen müssen, um uns zu verständigen, dass wir spirituelle Erfahrungen ermöglichen müssen, damit die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler der Tiefendimension des Lebens erst einmal begegnen können. Oft genug ist diese Barriere nur schwer zu überwinden. Gibt es Übergänge?
Des Weiteren ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Qualität des Religionsunterrichts regelmäßig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die Frage, was guter Unterricht ist, beschäftigt Pädagogen in der ganzen Welt und beschäftigte sie zu allen Zeiten. „Guter Unterricht“ hängt von vielerlei Faktoren ab, wie z. B. vom Festlegen der Ziele, die wir erreichen, und den Kompetenzen, die wir stärken wollen, von der Lehrerpersönlichkeit und der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten, von der Didaktik und den Methoden, die wir zur Verfügung haben, von den Menschen, die einander im Unterricht begegnen und deren Sozialisation und Interessen, der Gruppendynamik usw. Immer wieder müssen wir unseren Unterricht auf das überprüfen, was wir erreichen wollen und was tatsächlich „herauskommt“. Diese „Checkpoints“ sind manchmal lästig, manchmal aber auch führen sie weiter, überwinden Grenzen und schaffen neue
Möglichkeiten.
Eine andere Barriere des Schulalltags ist die Wertevielfalt, die in vielen Punkten vollkommen heterogene Erziehung in unserer Gesellschaft. Wo sind hier unsere Gemeinsamkeiten? Sie werden in schulischen Leitbildern gesucht und ausgearbeitet. Als Religionslehrerinnen und Religionslehrer bringen wir ein Menschenbild mit, das es uns leicht macht, Werte zu definieren und zu leben: Der oft durch Leistung und ökonomische Anforderungen bestimmte Mensch ist bei Gott vor aller Leistung angenommen und geliebt. In dem Maße, wie es uns mit unserer Persönlichkeit gelingt, dies für Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zu Menschlichkeit und Gemeinschaftsgefühl im schulischen Alltag.
Auch die Forderung der Inklusion treibt uns um, und es gilt, hier etwas ganz Zentrales umzusetzen. Zum einen müssen wir den Menschen mit Behinderungen den für sie besten Bildungsweg ermöglichen, der ihnen wie jedem anderen zusteht. Zum anderen erweist sich die Separation behinderter Menschen auch für die Gesellschaft als oft unüberwindliche Barriere: Die physische Trennung von so genannten Gesunden und Behinderten führt auch zu einer psychischen und geistigen Trennung: Wir haben keine Möglichkeit, feinfühlig für die speziellen Bedürfnisse anderer
zu werden, wenn wir unsere Aufmerksamkeit dafür nicht trainieren, und wir haben keine Chance, unsere sozialen
Kompetenzen zu erweitern, wenn wir sie nicht üben können. Diese gesellschaftliche Aufgabe ist auch eine Aufgabe der Kirche, die hier mit ihrem Menschenbild für die Gleichwertigkeit aller und die Verantwortung für die Schwächeren einsteht, wie auch immer eine konkrete Umsetzung dann aussehen mag. Es wird eine Aufgabe der kommenden Jahre sein, hier tragfähige Konzepte des Miteinanders zu erarbeiten.
Schließlich: Wir leben in einer Welt, in der die Kulturen und Religionen zusammenwachsen. Die Migration bringt Menschen zusammen, die sonst ihr Leben nicht miteinander teilen würden. Oft scheinen hier manche Grenzen unüberwindlich, und die Vorurteile sind fest zementiert. Die Begegnung mit dem Fremden aber ermöglicht uns, das uns Eigene, unsere Kultur, aber auch unsere christliche Religion im Dialog mit den anderen Religionen in größerer Klarheit zu erfassen und gleichzeitig neugierig auf die anderen zuzugehen. Hier sollten wir den Mut haben zu fragen und uns befragen zu lassen. In der Erweiterung unseres Horizonts gelangen wir zu einer besseren Urteilsbildung, wir
können Standpunkte klarer definieren. Dass wir dabei auch den Blick für die Bedürfnisse unserer Welt als ganzer schärfen und die Gemeinsamkeiten auf dem Hintergrund unserer gemeinsamen Verantwortung für diese uns anvertraute Welt suchen und betonen, ist von unschätzbarem Wert.
Ich sehe mich mit Ihnen zusammen auf einem Weg, der mich neugierig macht, einem Weg, auf dem es wunderbare Ausblicke und viele lohnenswerte Ziele gibt. Natürlich liegen manchmal auch Stolpersteine vor den Füßen, und manchmal stehen wir vor Mauern und drohen an Barrieren zu scheitern. Gerne möchte ich mit Ihnen zusammen den Blick heben auf das, was uns Kraft gibt, auf die offenen Horizonte über und hinter den Mauern. Wenn wir uns austauschen über die Möglichkeiten, die wir trotz aller Einschränkungen haben, werden kreative Ideen frei.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen für das bedanken, was Sie an Arbeitszeit, Kraft und Herzblut in Ihre Aufgabe als Religionslehrerin bzw. Religionslehrer stecken und Ihnen gleichzeitig von Herzen Gottes Segen für das kommende Schuljahr wünschen. Es gibt Überraschungsmomente der Menschlichkeit, in denen wir statt einer unüberwindlichen Mauer einen den Tag öffnenden „Guten Morgen“– Gruß bekommen. Wir sollten uns nicht davon abhalten lassen, auch mit dem völlig unerwarteten Guten zu rechnen! In diesem Sinn freue ich mich darauf, Sie kennen zu lernen, Sie zu begleiten und mit Ihnen die gemeinsamen Aufgaben anzupacken.

Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr

05. September 2011: Lebenswelt Schule - Diözese verabschiedet neue Konzeption und richtet Fachstelle Kirche und Schule ein


Mit einer neuen Fachstelle und Beauftragten in den Dekanaten ab 2012 will die Diözese Rottenburg-Stuttgart Kontakte und Kooperationen zwischen Kirche und Schulen weiter fördern und vernetzen. In den letzten fünf Jahren hat sich Schule rasant und in großem Maße verändert – vor allem auch bedingt durch den zunehmenden Ausbau der Schule zur Ganztagesschule. Einzelne Kirchengemeinden, Jugendverbände und Einrichtungen haben bereits begonnen, aus christlichem Geist heraus diesen Lebensraum mit zu gestalten. Um die bestehenden und künftigen Initiativen zu fördern und zu vernetzen hat die Diözese jetzt eine Konzeption Kirche und Schule beschlossen und verabschiedet. Die Konzeption benennt den diözesanen Rahmen für ein Engagement der Kirche mit seinen zahlreichen Akteuren im Kontext von Bildung und Schule und möchte dazu ermutigen, Kontakte, Kooperationen und Projekte zu initiieren, bestehende Initiativen weiter zu führen, zu intensivieren und womöglich noch besser miteinander zu vernetzen. Sie will dazu motivieren geeignete Strukturen zur Förderung weiterer Initiativen im Bereich Kirche und Schule zu entwickeln und regionale Foren zum Erfahrungsaustausch anzubieten. Im Vorwort zur neuen diözesanen Konzeption Kirche und Schule betont Bischof Gebhard Fürst, mit der Konzeption und der für die Umsetzung und Unterstützung geschaffenen Fachstelle wolle die Diözese der gewachsenen Bedeutung „des Lern- und Lebensortes Schule“ Rechnung tragen. Der kontinuierliche Ausbau der Schulen zu Ganztageseinrichtungen bedeute auch für die Kirche neue Herausforderungen. Die zum 1. September eingerichtete diözesane Fachstelle Kirche und Schule soll Dekanate und Verbände bei der Durchführung von Initiativen und Modellprojekten fördern, beraten und unterstützen, bestehende Initiativen noch besser miteinander vernetzen, wie es in der Beschreibung der Fachstelle heißt. Der Bildungsreferent Achim Wicker hat die neue Stelle mit einem Umfang von 50 Prozent inne. Darüber hinaus werden zum 01. September 2012 in bis zu sechs Dekanate eingerichtet, befristet Stellen zur Unterstützung der Umsetzung der Konzeption vor Ort.

Kontakt Fachstelle Kirche und Schule und weitere Informationen im Internet unter: http://kircheundschule.drs.de

01. September 2011: Mehr als bloß Notizen - 50 Ausgaben der religionspädagogischen Fachzeitschrift „Notizblock“


Für rund 7.000 Religionslehrerinnen und –lehrer ist der „Notizblock“ eine wertvolle Hilfe im Berufsalltag. Zum neuen Schuljahr erscheint die 50. Ausgabe dieser zwei Mal jährlich verbreiteten religionspädagogischen Fachzeitschrift. Die Idee, ein solches Medium für die Diözese Rottenburg-Stuttgart zu konzipieren, entstand 1987. Die drei Jahre zuvor eingeführten neuen Bildungspläne für Baden-Württemberg waren der Anlass. So erschien 1988 die erste Ausgabe des „Notizblocks“ mit dem Titel „Wer sucht, der findet“. Neue Impulse und Materialien, Unterrichtsbausteine und Gottesdienstentwürfe finden sich in dem von der Hauptabteilung Schulen verantworteten Materialdienst aus der Praxis für die Praxis ebenso wie theologische Basisbeiträge und Informationen über aktuelle religionspädagogische Trends. Wichtig ist den Verantwortlichen, die Kollegen auf dem Gebiet von Spiritualität und Glaubenspraxis zu stärken, damit sie als Lehrkräfte glaubwürdig Zeugnis geben können. Der „Notizblock“ habe in den zurückliegenden Jahren wichtige Beiträge zur Qualität des Religionsunterrichts geleistet, schreibt Bischof Gebhard Fürst im Vorwort zur Jubiläumsausgabe mit dem Hauptthema „Mitmensch Jesu Christi werden - Konturen einer christologisch sensiblen Religionspädagogik“.

29. Juli 2011: Stabwechsel im Schulreferat - Silvia Wölki löst Franz-Josef Schnaidt als Schuldirektor ab


Silvia Wölki (47), katholische Theologin und Pädagogin, löst Franz-Josef Schnaidt zum 1. August als Direktorin in der Hauptabteilung Schulen der Diözese Rottenburg-Stuttgart ab. Schnaidt wurde am Freitag in Rottenburg von Generalvikar Clemens Stroppel in den Ruhestand verabschiedet. Als Referent für die Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen führte Schnaidt die gesamte Hauptabteilung kommissarisch zwei Mal längere Zeit 1995 sowie in den beiden vergangenen Jahren. Stroppel bescheinigte dem studierten Theologen und Mathematiker ausgeprägte analytische Fähigkeiten, eine schnelle Auffassungsgabe, Organisationstalent und hohe Kompetenz in Fragen der Informationstechnologie.

Wie Schnaidt ist Wölki Vorgesetzte von 18 Schuldekaninnen und –dekanen, mit denen sie die Fachaufsicht über den Religionsunterricht an 2.600 Schulen mit rund 5.500 Lehrkräften hat. Die aus Bad Saulgau stammende Theologin, Pädagogin und Mathematikerin leitete zuletzt die Sieben-Keltern-Schule in Metzingen. Wölki war Lehrbeauftragte für katholische Religionslehre am staatlichen Seminar für Didaktik in Nürtingen und arbeitete bei der Herausgabe von Schulbüchern mit. Der Generalvikar ermutigte die neue Direktorin zu ihren Aufgaben. Es sei die große Herausforderung des Religionsunterrichts, „das Wunder der Menschwerdung Gottes darzustellen, gerade vor einem latent unreflex atheisierenden Hintergrund oder in einem provozierend atheisierenden Umfeld".

08. Juli 2011: Schulpastoral weiterstricken - Zertifikatsverleihung an 8 Schulseelsorger


Während eines Festaktes am vergangenen Samstag bekamen acht Schulseelsorger im Jugend- und Tagungshaus in Wernau  ein Zertifikat  verliehen, dass sie im Zuge der Weiterbildung Schulpastoral für Pastorale Dienste erhielten. Vergeben wurden die Zertifikate von Schuldirektor Franz-Josef Schnaidt, dem Kommissarischen Leiter der Hauptabteilung Schulen der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden bis heute 70 Lehrer und Pastorale Mitarbbeiter als Schulseelsorger für alle Schularten ausgebildet, so Helmut Demmelhuber, Referent für Schulpastoral der Diözese. Die zweijährige Weiterbildung umfasste insgesamt 5 2½-tägige Kursmodule zu Themen wie Seelsorgerliche Begleitung und Beratung, Projektmanagement, eigene Rolle und System Schule. Darüber hinaus trafen sich die Teilnehmer in Praxisgruppen und erarbeiten Materialien und Informationsbroschüren für ihre Schulen. Geleitet wurde der Kurs von Helmut Demmelhuber und Ursula Schieler, aus der Hauptabteilung Pastorales Personal. Der Kurs war für die Teilnehmer wie ein Trainingscamp. Erste Testspiele fanden bereits statt. Mit Abschluss des Kurses kann die WM stattfinden“, so Demmelhuber, der die Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass der Kurs auch anderen Pastoralen Mitarbeitern Mut mache, sich im Feld Kirche und Schule zu engagieren.

Bereits im Jahr 1996 wurde die gemeinsam von Hauptabteilung Jugend und Hauptabteilung Schulen erarbeitete diözesane Konzeption Schulpastoral  verabschiedet. „Kirche muss in der Schule ihrem Sendungs- und Bildungsauftrag in erweiteter Weise nachkommen“, so Schnaidt in seiner Rede zur Zertifikatsübergabe. „Im Rahmen der Weiterbildung hat sich ein bunter Strauß entwickelt. An diesem begonnen Strick Schulpastoral gilt es nun gemeinsam weiterzustricken.“ Schnaidt betonte weiterhin die Bedeutung der Vernetzung und Kooperation für eine gelingende Schulpastoral.

In den letzten fünf Jahren hat sich Schule rasant und in großem Maße verändert, vor allem bedingt durch den zunehmenden Ausbau der Schule zur Ganztagesschule. Für viele Kinder und Jugendliche wird Schule immer mehr zum Lebensraum, der die Woche von Montag bis Freitag prägt. Die Kirche ist in besonderer Weise gefordert, diesen Lebensraum mit zu gestalten und mit Leben aus der Kraft des Evangeliums zu erfüllen.

Im Herbst 2012 beginnen wieder zwei dreijährige Weiterbildungen Schulpastoral mit jeweils 16 Teilnehmern, offen für alle Schularten.

07. Mai 2011: Schule zukunftsfähig und menschlich gestalten - Religionslehrertag in Schöntal


Wie können wir „Schule zukunftsfähig und menschlich gestalten“? Rund 170 Religionslehrerinnen und –lehrer waren bei strahlendem Frühsommerwetter nach Schöntal gekommen , um über diese Frage nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Wichtige und hilfreiche Impulse gab es von Bischof Dr. Gebhard Fürst, Schulpräsident Heinz Eberspächer (Regierungspäsidium Stuttgart) und dem Religionspädagogen Prof. Dr. Reinhold Boschki, Universität Bonn. Alle drei stellten sich nach einem kurzen Impulsreferat in einem intensiven und lebhaften Podiumsgespräch konkreten Rückfragen und Problemanzeigen. Am Nachmittag bot sich die Gelegenheit, an einem der 15 Gesprächsforen teilzunehmen. Mit einem abschließenden Gottesdienst um 16:00 Uhr in der Klosterkirche endete der Religionslehrertag.

In seinem Impulsreferat betonte Bischof Dr. Gebhard Fürst, eine menschliche Schule müsse auf das eingehen, was die Schülerinnen und Schüler bewegt, belastet und umtreibt. „Darf man einen Menschen einfach erschießen, weil er Terrorist ist? Das geht doch nicht.“ Mit diesem Problem quälte sich z.B. ein Grundschüler nach den Berichten über die Tötung von Osama bin Laden, und es sei sehr notwendig gewesen, dass der Religionslehrer auf diese Frage einging. Der Bischof dankte den Religionslehrerinnen und Religionslehrern für alles, was sie in dieser Hinsicht  im Religionsunterricht und in schulischen Projekten leisten. Sie riefen dabei immer wieder die Nächstenliebe als die praktische Seite des Glaubens ins Gedächtnis. Und diese Nächstenliebe sei etwas höchst Nüchternes: Respekt vor der Freiheit und der Würde des Anderen und Solidarität und Gerechtigkeit im Umgang miteinander. Bei allem gelte es, zu einer verantworteten Gelassenheit zu finden. Gegen Panik und Angst biete der christliche Glaube Rückhalt, nicht indem er vertröste und verharmlose, sondern indem er betone, dass alles von Gott gehalten sei, dass alles Sinn habe, egal wie es ausgeht.

Schulpräsident Heinz Eberspächer betonte, eine gute Schule müsse guten Unterricht bieten und Kompetenzen vermitteln. Das sei mehr als abfragbares Wissen. Es komme auf das Verstehen und Anwenden des Gelernten an und dabei sei die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler der Weg und auch das Ziel. Schülerinnen und Schüler müssten lernen, selbsttätig zu lernen und verantwortlich zu handeln. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die Lehrerinnen und Lehrer im Schulalltag miteinander kooperierten und sich nicht als Einzelkämpfer verstünden. Es sei notwendig, miteinander über Erziehungsfragen zu sprechen und gemeinsame Lösungen zu finden. Dies zu ermöglichen, sei eine große Herausforderungen für Schulleitungen. Sie müssten verstehen, dass Qualitätsentwicklung und Unterrichtsentwicklung und Personalentwicklung im Grunde eine einzige zusammenhängende Aufgabe sei. Diese Aufgabe könne aber nur mit Lehrerinnen und Lehrer bewältigt werden, die bereit seien, sich über ihren Unterricht hinaus  in der Schule und für die Schulkultur zu engagieren. Eine solche Schule könne dann auch ihren Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit leisten, indem sie verstärkt familiäre und soziale Bildungsdefizite bei Schülerinnen und Schülern kompensiere. Hierzu müsse sie konzentriert Basisqualifikationen wie Lesen, Schreiben, Reden, Rechnen stärken, die der Einzelne braucht, wenn er aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilhaben will.

Prof. Dr. Reinhold Boschki betonte nachdrücklich ein integrierendes Verständnis von Bildung. Dies sei mehr als punktuelles Wissen, wie es etwa in Fernsehshows wie „Wer wird Millionär?“ abgefragt wird. Bildung sei ein vielschichtiger Prozess, der den Einzelnen befähige, selbst nachzudenken und Stellung zu nehmen. Diese subjektorientierte, traditionsorientierte und dialogisch orientierte Bildung brauche es auch im Religionsunterricht. Im Religionsunterricht werde dabei besonders die Beziehungs-Kompetenz gefördert. Denn Religionsunterricht sei ein Nachdenken und Sprechen über Beziehungen: über die Beziehung zu mir selbst, zu anderen, zur Welt, in der wir leben, über die Beziehung zur Zeit und die Beziehung zu Gott. So habe das 2. Vatikanische Konzil im Dokument „Dei Verbum“ („Gottes Wort“) betont, dass es bei der Offenbarung Gottes nicht primär um Dogmen und Lehrsätze gehe, sondern um die Selbstmitteilung Gottes. Im Zentrum stehe die lebendige und persönliche Beziehung des einzelnen Menschen zu Gott. Religionsunterricht und religiöse Bildung sei darum immer Beziehungsgeschehen. Die praktische Konsequenz aus diesen Überlegungen sei es, dass einerseits die Schulkultur religionssensibel sein und andererseits der Religionsunterricht sensibel für die Schulkultur sein müsse.

In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es vor allem um die Themenbereiche „Religion und Christliches Menschenbild“, „Bildungsgerechtigkeit und Inklusion“, „Pluralität und Toleranz“, „Schulkultur“.
„Gibt es nach all den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche noch Gründe, auf die Kirche stolz zu sein?“, wurde Bischof Dr. Gebhard Fürst gefragt. „Ja“, antwortete der Bischof. Im globalen Vergleich zeige sich, dass die christlich-jüdisch geprägten Gesellschaften mehr als andere den Einzelnen als Subjekt mit seiner Freiheit ernst nähmen, gleichwohl aber auch Solidarität und Gerechtigkeit einforderten. Dies beeindrucke vor allem chinesische Vertreter, die nach der chinesischen Kulturrevolution ein Orientierungsdefizit konstatieren und nach einem tragfähigen Wertefundament für die Gesellschaft fragen. Hier gebe es viel Grund, auf die christlich-jüdische Tradition stolz zu sein, die die Freiheit und Würde des Einzelnen ebenso betont wie Gerechtigkeit und Solidarität. „Wie wünschen Sie sich das Miteinander und den Dialog mit Muslimen in unserer Gesellschaft?“, lautete eine andere Frage. Hierzu unterstrich der Bischof, dass Muslime das Recht haben, Moscheen zu bauen, um würdig Gottesdienst feiern zu können. Notwendig sei es auch, dass muslimische Religionslehrerinnen und Religionslehrer an Universitäten ausgebildet werden, wie das jetzt in Tübingen geplant sei. Allerdings müsse man dann von den in Deutschland lebenden Muslimen auch Verfassungspatriotismus einfordern. Dann müssten sie auch zu unserer gesellschaftlichen Werteordnung mit ihrer Betonung der persönlichen Freiheitsrechte und der Gleichberechtigung von Mann und Frau stehen.

Aus dem Publikum wurde mehrfach nach der künftigen Rolle der Schulpastoral gefragt. Religionslehrerinnen und Religionslehrer seien zunehmend als Seelsorger gefordert und die Schulen hätten einen großen Bedarf an schulpastoralen Angeboten. Muss sich die Kirche nicht auf diesem Feld stärker engagieren? Und: Muss es dann nicht auch für stark geforderte Religionslehrkräfte eine Anrechnungs- oder Verfügungsstunde für dieses zusätzliche Engagement geben? Der Bischof bestätigte die wachsende Bedeutung der Schulpastoral im Schulleben. Hier müsse konzeptionell gearbeitet werden. Allerdings müsse man auch im Blick behalten, was finanziell und personell leistbar sei.

Nach der Mittagspause gab es Gelegenheit, sich an einem von sieben thematischen Gesprächsforen zu beteiligen:
1. Würde, Freiheit und Grenzen – Nachdenken über das christliche Menschenbild
2. Im Mittelpunkt der Mensch – Entwicklung und Entfaltung ermöglichen
3. Formen gemeinsamen Lernens – u.a. konfessions- und jahrgangsübergreifend
4. Umgang mit Heterogenität – unterschiedliche Lernvoraussetzungen als Herausforderung
5. Integratives Lernen – Menschen aus verschiedenen Kulturen und Milieus / Menschen mit und ohne Behinderung
6. Ganztagesschule gestalten – Chancen und Schwierigkeiten
7. Zusammenarbeit von Kirche und Schule – Projekte und Möglichkeiten

„Fürchtet Euch nicht!“ Diese Aufforderung Jesu an die verschreckten Jünger während des Seesturms hob Bischof Dr. Gebhard Fürst in seiner Predigt beim feierlichen Schlussgottesdienst in der prächtigen Klosterbasilika hervor. Wie die Jünger sitzen wir alle in einem Boot. Und der Sturm und die Wellen können uns Angst machen. Dies gelte für die Stürme, in denen sich die Kirche befindet, ebenso wie für die Stürme, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist. Christlicher Glaube vertröste und verharmlose nicht, aber er erinnere trotz aller Angst und Panik daran, dass es etwas gebe, jemanden gebe, der größer ist als wir, und der deshalb auch größer ist als unsere Angst.

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06. Mai 2011: Schulfachmann und Theologe bilden ein Tandem - Neuer Vorstand der Schulstiftung berufen


Die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart bekommt künftig eine Doppelspitze. Bischof Gebhard Fürst hat Harald Häupler (53) und Joachim Schmidt (49) zu gleichberechtigten Vorständen (Stiftungsdirektoren) der Dachstiftung von rund 90 katholischen Schulen in der Diözese berufen. Häupler, bislang Direktor des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Stuttgart, und Schmidt, derzeit Stellvertretender Leiter des Katholischen Instituts für berufsorientierte Religionspädagogik an der Universität Tübingen, treten mit Beginn des Schuljahrs 2011/2012 die Nachfolge des bisherigen Stiftungsdirektors Berthold Saup (63) an, der nach zehn Jahren in diesem Amt zum Schuljahresende in den Altersruhestand geht.

21. März 2011: Handreichung "Sinn, Werte und Religion"


„Sinn, Werte und Religion“ ist eines der Bildungs- und Entwicklungsfelder des baden-württembergischen Orientierungsplans. Dieser soll die Qualität der pädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen sichern und weiterentwickeln, sowie mehr Vergleichbarkeit unter den Kindertageseinrichtungen verschiedener Träger gewährleisten. Die vier Kirchen und ihre Trägerverbände legen eine Handreichung vor, um Kindertageseinrichtungen bei der Umsetzung von „Sinn, Werte und Religion“ zu unterstützen. Die Handreichung richtet sich ausdrücklich auch an Einrichtungen in nicht kirchlicher Trägerschaft und geht auf die häufig gestellten Praxisfragen ein. Sollen auch in nicht kirchlichen Kitas die biblische Weihnachtsgeschichte erzählt und die christlichen Feste gefeiert werden? Wie gehen Erzieherinnen mit der religiösen Vielfalt in den Einrichtungen um? Welche Bedeutung haben religiöse Traditionen für eine wertorientierte Erziehung? Kinder erfahren in einer pluralen Gesellschaft schon früh die Normalität der Verschiedenheit und dürfen mit ihren Fragen nach Gott und Welt nicht alleine gelassen werden. Religiöse Themen von Kindern aufzugreifen, gehört zum Bildungsauftrag aller Einrichtungen. Deshalb plädiert die Handreichung dafür, Kinder von klein auf religionssensibel zu begleiten, ihnen die christliche Prägung unserer Kultur und zugleich die Vielfalt von Religionen zu erschließen. Die Handreichung wird herausgegeben von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Erzdiözese Freiburg, der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, dem Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V., dem Diakonischen Werk Baden, dem Evangelischen Landesverband – Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg e.V. sowie dem Landesverband Katholischer Kindertagesstätten der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. Alle Träger und Einrichtungen erhalten ein Exemplar der Handreichung mit dem Versand des Orientierungsplans durch das Kultusministerium. 

Bestelladresse www.service.elk-wue.de/handreichung

22. Februar 2011: Kirche und Sport als Partner und Mitgestalter von Ganztagesschule - Stellungnahme von Kirche und Sport zur Mitgestaltung von Ganztagesschule

Im Nachgang zu einer Fachtagung am Freitag in Stuttgart über die Herausforderungen durch die Ganztagsschule haben die beiden großen Kirchen in Württemberg und der Landessportbund eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Sie lautet wörtlich:

Der Lernort Schule unterliegt derzeit grundlegenden Wandlungsprozessen, die damit zusammenhängen, dass Schulen sich in zunehmendem Maße zu „Ganztagesbetrieben“ wandeln. Dies hat zur Folge, dass Lebensgestaltungselemente, die bisher dem familiären Umfeld bzw. dem Bereich Freizeitgestaltung zuzuordnen waren, nun fester Bestandteil des Schulalltags werden. Schule verändert sich vom Lernort zum Lebensort, in dem ein traditioneller Unterrichtszyklus den daraus erwachsenen neuen Ansprüchen, z.B. ein auf ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung zielenden Bildungsverständnis nicht mehr gerecht werden kann.

Kirche und Sport sind als zwei bedeutende gesellschaftsgestaltende Kräfte wichtige Partner für die Bildung von Kindern und Jugendlichen und damit auch für den schulischen Ganztagesbetrieb. Beide vermitteln durch ihr je unterschiedliches Bildungshandeln inner- und außerhalb der Schulen Kindern und Jugendlichen Werte wie Identität, Solidarität, Teamgeist, Bürgerengagement, Selbstverantwortung und Leistung.

Beim Jugendbegleiterprogramm des Landes Baden-Württemberg stellen unsere Organisationen, Verbände und Vereine aus Sport und Kirche gemeinsam 42% aller Jugendbegleiter. Durch dieses Engagement tragen wir mit unseren Angeboten nachhaltig und kostengünstig zu einer Vielfalt an Bildungsmöglichkeiten bei. Jedoch machen unsere Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit den Schulen auch deutlich, dass die Rahmenbedingungen in den Schulen so gestaltet werden müssen, dass sich außerschulische Partner mit ihren Angeboten noch besser in die Ganztagesbildung einbringen können.

Dazu ist aus unserer Sicht notwendig:
> dass Schulen die Partner im Ganztag bei der Konzeptionserstellung mit einbeziehen und dass bessere Organisationsstrukturen geschaffen werden
> dass die zur Verfügung gestellten (finanziellen, personellen und materiellen) Ressourcen auch den Partnern zu gute kommen.
> dass Kirche und Sport gesicherte Zeiten für ihre Bildungsangebote bekommen

Aus unserer Sicht sind Zeiträume für außerschulische Aktivitäten und für eine non-formale Bildung unerlässlich. Kinder und Jugendliche müssen auch unter den Bedingungen eines Ganztagesschulbetriebs die Möglichkeiten haben, sich ihren Sozialraum zu erschließen, außerschulischen Aktivitäten nachzugehen, um andere Bildungsorte und Lernwelten zu erfahren. Ein verbindlicher Unterrichtsschluss um 16.00 Uhr, die Erledigung der Hausaufgaben während der regulären Unterrichtszeit und mindestens ein schulfreier Nachmittag pro Woche sind für den Fortbestand außerschulischer Bildung unerlässlich.
 
Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Frank O. July, Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Klaus Tappeser, Präsident des Württembergischen Landessportbundes

Interview mit Helmut Demmelhuber am 22. Februar 2011, 16.50 Uhr, in SWR 1 cont.ra

18. Februar 2011: Ute Augustyniak-Dürr neue Leiterin der Hauptabteilung Schulen


Bischof Gebhard Fürst hat die in Reutlingen tätige Gymnasiallehrerin Ute Augustyniak-Dürr (48) als neue Leiterin der Hauptabteilung Schulen (IX) im Bischöflichen Ordinariat berufen. Frau Augustyniak-Dürr tritt im September die Nachfolge von Dr. Magdalena Seeliger an, die dieses Amt Ende 2010 krankheitsbedingt abgegeben hat. „Ich freue mich, dass wir in Frau Augustyniak-Dürr eine Persönlichkeit gefunden haben, die durch ihre berufliche Erfahrung und Kompetenz ebenso wie durch ihre erlebnisreiche Vita und durch ihre persönliche Ausstrahlung die Anforderungen eindrucksvoll erfüllt, die mit den komplexen pädagogischen und politischen Herausforderungen und mit den Führungs- und Leitungsaufgaben dieser Position verbunden sind“, sagte Bischof Fürst zu dieser Personalentscheidung. Als Leiterin der Hauptabteilung Schulen ist Frau Augustyniak-Dürr künftig Mitglied der so genannten Sitzung des Bischöflichen Ordinariats, dem Leitungsgremium der Diözese unter dem Vorsitz des Bischofs.

Die kommissarische Leitung der Hauptabteilung Schulen nimmt bis 31.07.2011 Schuldirektor i.K. Franz-Josef Schnaidt war.

Ute Augustyniak-Dürr wurde 1962 in Wolfach im Schwarzwald geboren. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Nach der Schulzeit in Wolfach und in Konstanz, wo sie 1981 das Abitur ablegte, studierte sie von 1981 bis 1987 in Freiburg Germanistik und Theologie für das Lehramt. Es folgten das Referendariat an Gymnasien in Karlsruhe (1987-1989) und eine Tätigkeit als Lehrerin am Gymnasium Möckmühl (1989-1994). Sowohl mit der Bischofsstadt Rottenburg als auch mit der Welt einer katholischen Schule kam sie in Berührung, als sie zwischen 1994 und 2002 am Aufbau des Rottenburger St.- Meinrad-Gymnasiums beteiligt war, ab 1997 als Stellvertretende Schulleiterin und 1998/1999 als Kommissarische Schulleiterin. Nach einer zweijährigen Elternzeit zog es Frau Augustyniak-Dürr in die Ferne. An der Talitha-Kumi-Schule in Beit Jala im palästinensischen Westjordanland, wo ihr Ehemann Dr. Georg Dürr Schulleiter war, unterrichtete sie von 2004 bis 2010 Deutsch als Fremdsprache und leitete verschiedene Projekte im interreligiösen und interkulturellen Dialog. Seit Herbst 2010 lebt sie mit ihrer Familie wieder in Deutschland und lehrt am Reutlinger Kepler-Gymnasium Deutsch und Katholische Religionslehre.

Ute Augustyniak-Dürr hat im Laufe ihrer Berufstätigkeit eine Reihe von Zusatzqualifikationen erworben, so zum Beispiel als Spielleiterin des sozialpädagogischen Rollenspiels. Viele Jahre arbeitete sie als Autorin von Verkündigungssendungen im damaligen SDR sowie bei der diözesanen Zeitschrift „Notizblock“ für Religionslehrerinnen und –lehrer mit. Für das Oberschulamt Tübingen nahm sie von 1999-2002 den Prüfungsvorsitz in den Fächern Deutsch und Katholische Religion in der Referendarsausbildung fürs Gymnasium wahr, im Jahr 2002 den Prüfungsvorsitz für das Fach Religion im Abitur. Sie spricht Englisch  und verfügt über Grundkenntnisse in
Französisch, Arabisch und Hebräisch.

01. Oktober 2010: Plakate und Banner zum Religionsunterricht


Die Hauptabteilung Schulen der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat neue Plakate und Banner zum Religionsunterricht entwickelt und herausgebenen. Die Plakate in den Größen DIN A 1 und 3 erhält man kostenlos bei den Katholischen Schuldekanatämter der Diözese Rottenburg-Stuttgart: http://www.drs.de/index.php?id=680).

Neben den Plakaten kann man bei den Religionspädagogischen Instituten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart auch ein Banner mit Aufsteller zum Religionsuntericht ausleihen. Religionspädagogische Institute: http://www.rpi-drs.de

Die Plakate und die Banner wollen eine Hilfestellung sein das Fach Katholische Religionslehre an und im Umfeld Schule besser "sichtbar" zu machen.

Eingesetzt werden können die Plakate z.B. in einem Schaukasten oder an einer Pinnwand aufgehängt werden oder ebenso wie das Banner z.B. an Tagen der offenen Tür, Elternsprechtagen und oder sonstigen Informationsveranstaltungen.

Plakat und Banner stehen auch als PDF-Download auf der Homepage der Hauptabteilung Schulen unter http://schulen.drs.de > Download > Flyer/Broschüren/Plakate bereit.

01. September 2010: Schutzengel zum Schulanfang


Give-aways der Fachstelle - für Gemeinde und Schule: Die Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart bietet wieder neue Give-aways an, die sich auch für die Schule oder für Schüler und Schülerinnen eignen. Als Geschenk zum Schulanfang gibt es einen Schutzengel als Leuchtaufkleber zum Beispiel für den Schulranzen. Dazu gehört eine Karte, in die von den Religionslehrern oder den pastoralen Mitarbeitern der Kirchengemeinde ein paar kurze Worte geschrieben werden können. Die Fachstelle bietet den Schutzengel für 50 Cent das Stück an.
Günstiger ist der Gebetswürfel (10 Cent/Stück). Dabei handelt es sich um einen Bastelbogen für einen Pappwürfel, den die Kinder ausschneiden und colorieren können. Auf allen sechs Seiten sind keine Gebete, sondern die vom Fastenwürfel bereits bekannten Symbole wie Augen, Ohren, Mund, Hand Füße, etc. abgebildet. Der Würfel soll die Kinder damit anregen, darüber nachzudenken, was sie heute schon gehört, gesagt gesehen, erlebt haben, welchen Menschen sie begegnet sind, wofür sie dankbar sind, wofür sie bitten möchten, was sie freut... Es ist also kein klassischer Würfel mit vorgefertigten Gebeten, sondern eher eine kleine Anregung - auch geeignet als Gebetsschule oder für den Unterricht zum Thema „Beten“.
Bestellungen direkt bei der Fachstelle Medien:
Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Jahnstr. 32; 70597 Stuttgart
Telefon: 0711 9791-2720, Fax: 0711 9791-2744
E-Mail: fm@bo.drs.de

01. August 2010: Arbeitshilfe mein Gottesbild neu aufgelegt


„Mein Gottesbild – Wer und was ist Gott für mich?“ – ist ein für Schülerinnen und Schüler spannendes Thema. Es ist ein „Dauerbrenner“ für jede Religionslehrerin und jeden Religionslehrer, jede Schülerin und jeden Schüler, jeden Religionsunterricht. Die neuaufgelegte Arbeitshilfe enthält vielfältige methodischen Ideen und Anregungen das Thema in und außerhalb des Unterrichts aufzugreifen. Darüber liegt der Arbeitshilfe eine CD-ROM mit 48 von Schülerinnen und Schülern gemalten Gottesbildern bei.

3. Auflage, Rottenburg-Stuttgart 2010, 32 Seiten, 8,00 Euro

Bestelladresse: Buchdienst Wernau, Antoniusstraße 3, 73249 Wernau, Tel.: 07153 3001-164, Fax: 07153 3001-621, E-Mail: buchdienst@bdkj-bja.drs.de

Download der Arbeitshilfe

10. März 2010: Aktuelle RU-Materialien des Deutschen Katecheten-Vereins

In einem aktuellen Infoblatt stellt der Deutsche Katecheten-Verein aktuelle RU-Materialien zum Religionsunterricht vor, unter anderem das neue Werkbuch "Reli konkret. Band 2".

Flyer Aktuelle Hilfen für den Religionsunterricht

Weiter Informationen im Internet unter www.katecheten-verein.de

27. Januar 2010: Fragen nach Gott und der Welt - Informationsflyer für Eltern zum Religionsunterricht in der Sekundarstufe


Die Hauptabteilung Schulen der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat gemeinsam mit den Evangelischen Oberkirchenräten Karlsruhe und Stuttgart und dem Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg einen Informationsflyer für Eltern deren Kinder von der Grundschule in die Sekundarstufe wechseln herausgegeben. Sobald das Kind in die Schule kommt, gesellen sich neben Fragen zum neuen Lebensabschnitt auch vielmals Überlegungen zum Thema Religionsunterricht. Die Katholische und Evangelische Kirche Baden-Württembergs bieten deshalb  seit einigen Jahren in Kooperation einen Flyer mit dem Titel "Was Eltern über den Religionsunterricht wissen sollten" an. Nun wird für das neue Schuljahr 2010/2011 erstmals eine Information für Eltern von Kindern der Sekundarstufe herausgegeben. Der neu gestaltete Flyer "Fragen nach Gott und der Welt" informiert über rechtliche Grundlagen sowie Inhalte des evangelischen und katholischen Religionsunterrichts weiterführender Schulen. Er wird von den Schulen zusammen mit der Anmeldung für Haupt-, Realschule und Gymnasium an die Familien versendet. Beide Flyer stehen zum Download auf der Website der Hauptabteilung Schulen zur Verfügung. Die Website informiert ebenfalls über alle wichtigen Regelungen und Ereignisse im Bereich Schule und Religion.

Flyer "Was Eltern über den Religionsunterricht wissen sollten"
Informationen für Eltern zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht zum Schulanfang (137k)

Flyer "Fragen nach Gott und der Welt?"
Informationen für Eltern zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe (445k)

17. Dezember 2009: Prüfsteine für die Bildungspolitik - Diözese übergibt schulpolitische Erklärung an Landesregierung


Mit einer schulpolitischen Erklärung hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart der baden-württembergischen Landesregierung und Mitgliedern des Landtags Prüfsteine für die Bildungspolitik überreicht. Der Text mit dem Titel „Schule zukunftsfähig und menschlich gestalten“ solle eine Gesamtschau über die aktuellen Notwendigkeiten auf dem Bildungssektor bieten und der Politik mit Handlungsansätzen Entscheidungen erleichtern, sagte die Leiterin der Hauptabteilung Schulen im Bischöflichen Ordinariat, Ordinariatsrätin Dr. Magdalena Seeliger, am Donnerstag bei Übergabe der Erklärung im Stuttgarter Landtag.

Auf der Basis des jüdisch-christlichen Menschenbildes greift der Text aktuelle Herausforderungen von der frühkindlichen Bildung und Erziehung über gemeinsames und integratives Lernen bis zur Ganztagesschule auf. In einem weiteren Punkt zeigen die Autoren, wie sich die Kirche als Partner für die Schule einbringen kann. Die Diskussion über Bildungspolitik sei stark gefährdet, von ideologisch geprägten Positionen gelähmt zu werden. „Mit unserer Erklärung wollen wir ideologiefrei die Situation beleuchten und Lösungswege anbieten, die sich aus christlicher Sicht am Menschen und seinen Entfaltungspotenzialen orientieren“, so Ordinariatsrätin Seeliger.

Zur umstrittenen Frage etwa, wie viele Jahre Kinder gemeinsam in einer Schulart lernen sollen, legt das Papier das Prinzip der Chancengerechtigkeit zugrunde. Der schulische Erfolg dürfe nicht von der sozialen Herkunft bestimmt werden, heißt es. Dies freilich sei in Deutschland verbreitet der Fall und müsse verändert werden. Jeder Schüler sei zudem individuell und kreativ je nach Begabung zu fördern. Einen breiten Zugang zu Bildungsabschlüssen sowie Durchlässigkeit und Flexibilität im System fordern die katholischen Schulexperten. „Wir lehnen Restgruppen ab, die dem Einzelnen keine Entwicklungsperspektive bieten können, betonte Seeliger.

Als ein wichtiges Gebot der Bildungs- und Chancengerechtigkeit bezeichnen die Autoren der Erklärung, dass so genannte rhythmisierte Ganztagesangebote landesweit für alle erreichbar sind. Hier können Kinder und Jugendliche auch am Nachmittag schulische Bildungs- und Freizeitangebote wahrnehmen. Rhythmisierung bedeute dabei bis 16 Uhr eine bewusste Abwechslung von Fachunterricht, gemeinsamen und individuellen Lern- und Übungseinheiten, gezielten Phasen informellen Lernens sowie Spiel und Entspannungszeiten. Ein verbindlicher Unterrichtsschluss sowie wöchentlich ein schulfreier Nachmittag ermögliche Schülerinnen und Schülern, „andere Bildungs- und Lernwelten zu erschließen“. Skeptisch beurteilt wird aus Gründen der Chancengerechtigkeit die so genannte offene Ganztagesschule, deren Angebote nur von bestimmten Schülern angenommen werden können.

Die Diözese betont in der Erklärung, dass sie als Partner in der Bildungsarbeit auch an öffentlichen Schulen zur Verfügung stehe. Als Beispiele werden neben dem staatskirchenrechtlich geregelten Religionsunterricht unter anderem genannt Schulsozialarbeit, Schulpastoral, Schülermentorenausbildung und breit gefächerte Projektarbeit. Ziel dabei muss nach Aussage der schulpolitischen Erklärung sein, dass Schüler nicht auf Funktion und Leistung verkürzt werden, sondern sich gegen mögliche totalitäre oder ideologische Ansprüche als Persönlichkeiten in Freiheit, Chancengerechtigkeit und Solidarität entfalten können.

Die Erklärung der Diözese „Schule zukunftsfähig und menschlich gestalten“ als Download

03. April 2009: Bischof-Sproll-Preis für hervorragende Leistungen im Fach Katholische Religionslehre

Zum Ende des Schuljahres 2008/2009 wird von der Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmals der „Bischof-Sproll-Preis“ für hervorragende Leistungen im Fach Katholische Religionslehre verliehen. Der Preis kann Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen aller allgemein bildenden Schulen zuerkannt werden: Hauptschule, Werkrealschule, Realschule, Gymnasium und Berufliches Gymnasium. Der Bischof-Sproll-Preis löst am Gymnasium den bisherigen „Abiturpreis“ ab. Für alle anderen Schularten wird er neu eingeführt und erstmals mit den Abschlusszeugnissen 2008 verliehen. Joannes Baptista Sproll (1870 – 1949), nach dem der Preis benannt ist, leistete als Rottenburger Bischof dem Regime der Nationalsozialisten mutig Widerstand. Damit ist er für junge Menschen ein Vorbild. Auf der Innenseite der Preisurkunde ist eine kurze Lebensbeschreibung Bischof Sprolls abgedruckt (siehe unten), die bei der feierlichen Verleihung des Preises vorgelesen werden kann. Auf der Homepage der Hauptabteilung Schulen unter http://schulen.drs.de > Download finden Sie ausführliche Informationen über den Preis, die Voraussetzungen, unter denen er verliehen werden kann, und eine knappe Auflistung, was bei der Beantragung des Preises zu tun und zu beachten ist.

Ausschreibung und Merkblatt Bischof-Sproll-Preis (773k)

03. September 2008: Neuregelung Beurlaubung Firmlinge vom Unterricht

Gemäß § 4 der Schulbesuchsverordnung vom 21. März 1982, zuletzt geändert durch Verordnung vom 06.12.2006 (GBl. S. 392), können Schüler/innen für kirchliche Veranstaltungen vom Besuch der Schule beurlaubt werden. In der Anlage zu § 4 Abs. 2 Nr. 1 und 2 der Schulbesuchsverordnung ist folgendes geregelt:

„I.  Für folgende kirchliche Veranstaltungen werden die Schüler beurlaubt:
1. (...);
2. Erstkommunikanten am Montag nach der Erstkommunion;
3. Firmlinge am Tag ihrer Firmung; wenn die Firmung an einem schulfreien Tag stattfindet, am unmittelbar danach folgenden Schultag;
4. Schüler der Klasse 9 der Hauptschulen, der Klasse 10 der Realschulen und Gymnasien, der Jahrgangsstufe 13 der Gymnasien, der Abschlussklassen der Berufsfachschulen, der Berufskollegs mit Ausnahme des einjährigen zur Fachhochschulreife führenden Berufskollegs, der Fachschulen für Sozialpädagogik sowie Schüler der entsprechenden Klassen der Sonderschulen für zwei Tage der Besinnung und Orientierung.“

Wir weisen darauf hin, dass bei Firmungen an einem unterrichtsfreien Samstag unmittelbar ein schulfreier Tag (Sonntag) anschließt; eine Beurlaubung am darauffolgenden Montag ist in diesem Fall für die Feier der Firmung nicht notwendig und nach der Schulbesuchsverordnung auch nicht möglich.